| Peter Lamborn Wilson (Hakim Bey) | |
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Biografie
Piratenutopias Warten auf die Revolution Die TAZ ist wie ein Aufstand, der nicht zur direkten Konfrontation mit dem Staat führt, wie eine Operation einer Guerilla, die ein Gebiet (Land, Zeit, Imagination) befreit und sich dann auflöst, um sich irgendwo/irgendwann zu re-formieren, bevor der Staat sie zerschlagen kann. Da dem Staat primär an Simulation denn an Substanz gelegen ist, kann die TAZ diese Gebiete klandestin »besetzen« und eine ganze Weile in Ruhe ihren freudigen Zwecken nachgehen. Bestimmte kleine TAZen haben ewig existiert, da sie unbemerkt blieben, wie etwa Hillbilly-Enklaven - da sie sich nie mit dem Spektakel kreuzten, niemals jenseits jenes realen Lebens erschienen, das den Agenten der Simulation unsichtbar ist. Babylon hält seine Abstraktionen für Realitäten; genau
in diesem Bereich des Irrtums kann die TAZ existent werden. Die TAZ lebendig
werden lassen, kann Taktiken der Gewalt und Verteidigung beinhalten, ihre
größte Stärke aber ist ihre Unsichtbarkeit - der Staat
kann sie nicht wahrnehmen, da die Geschichte keine Definition davon kennt.
Sobald die TAZ benannt (repräsentiert, mediatisiert) ist, muß
sie verschwinden, wird sie verschwinden und eine leere Hülse zurücklassen,
nur um anderswo wieder zu enstehen, erneut unsichtbar, weil in Begriffen
des Spektakels nicht faßbar. Die TAZ ist daher eine perfekte Taktik
in einer Zeit, da der Staat omnipräsent und all-mächtig ist
und dennoch zugleich Risse und Leerstellen zeigt. Und da die TAZ ein Mikrokosmos
dieses »anarchistischen Traumes« einer freien Kultur ist,
kann ich mir keine bessere Taktik vorstellen, mit der auf dieses Ziel
hingearbeitet werden könnte, während gleichzeitig einiger ihrer
Vorzüge schon hier und jetzt erfahrbar sind. Die Psychotopologie des Alltagslebens - The
Psychotopology of Everyday Life Also - die Revolution ist zuende, der Aufstand allerdings möglich.
Die Revolution ist be-, die Karte vollendet. Dies sind jedoch nur die
negativen Quellen der TAZ. Es bleibt einiges über die positiven Inspirationen
zu sagen. Reaktion allein kann nicht die Energie freisetzen, die benötigt
wird, eine TAZ 1. Erstens können wir von einer natürlichen Anthropologie der
TAZ sprechen. 2. Die TAZ als Festival Die Aufständischen wissen stets um den Festcharakter der Insurrektion, selbst mitten im bewaffneten Kampf, bei Gefahr und Risiko. Der Aufstand gleicht Saturnalien, die sich von den interkalaren Intervallen gelöst haben (oder zu verschwinden gezwungen waren) und nun die Freiheit haben, sich irgendwo und jederzeit zu ereignen. Zeitlich und räumlich frei, hat er nichtsdestotrotz einen Riecher dafür, ob die Situation reif ist, und ist dem genius loci verwandt. Die Wissenschaft der Psychotopologie markiert »Kraftströme« und »Energie- punkte« (um es in okkulten Begriffen auszudrücken), wodurch die TAZ raum- zeitlich lokalisierbar wird und ihre Beziehung zu Augenblick und Schauplatz besser definiert werden kann. Die Medien fordern »Kommt und genießt Euer Leben« und vereinen doch nur Ware und Spektakel, das bekannte Nicht-Ereignis purer Repräsentation. Gegen solche Obszönität verfügen wir über ein ganzes Spektrum an Verweigerungshaltungen (wie sie von den Situationisten, von John Zerzan, Bob Black et al. überliefert wurden) - und über eine Festkultur, die der Aufmerksamkeit der Möchtegernmanager unserer Muse entzogen und verborgen bleibt. »Fight for the right to party« ist in der Tat keine Parodie auf den radikalen Kampf, sondern eine neue Manifestation dessen. Angemessen einer Zeit, die TVs und Telephone als Möglichkeiten offeriert, anderere Menschen »zu erreichen und zu berühren«. »Sei da!«. Pearl Andrews hatte recht: die Dinner Party ist bereits »die Saat
der neuen Gesellschaft, die in der Hülse der alten Gestalt annimmt«
(IWW-Präambel). 3. Lebenswichtig zur Gestaltung der TAZ-Realität ist das Konzept
des psychischen Nomadismus (oder des »wurzellosen Kosmopoli tanismus«,
wie wir es spaßeshalber nennen). Aspekte dieses Phänomens wurden
von Deleuze und Guattari in Nomadology and the War Machine, von Lyotard
in Driftworks und von verschiedenen anderen Autoren in der »Oasos«-Ausgabe
von Semiotext(e) diskutiert. Wir gebrauchen hier den Terminus »psychischer
Nomadismus« statt »urbaner Nomadismus«, »Nomadologie«,
»Driftwork« usw., um all diese Konzepte in einem losen Komplex
zusammenzufassen, der im Lichte der entstehenden TAZ zu studieren wäre.
Psychischer Nomadismus als Taktik, Deleuze & Guattari sprechen metaphorisch
von »der Kriegsmaschine«, verschiebt das Paradox von einem
passiven zu einem aktiven und vielleicht sogar »gewaltsamen«
Modus. »Gottes« finale Zuckungen und letztes Totenbettgeklapper
dauern nun schon so lange an - in Form des Kapitalimus, Faschismus und
Kommunismus zum Beispiel -, daß immer noch eine Menge an »kreativer
Destruktion« durch post-bakuninistische post-nietzscheanische Kommandos
oder Apachen (wörtlich »Feinde«) am alten Konsensus zu
leisten bleibt. Diese Nomaden praktizieren die Razzia, sie sind Korsare,
sie sind Viren; sie brauchen und wünschen TAZen, Lager schwarzer
Zelte unter denWüstensternen, Interzonen, versteckte befestigte Oasen
an geheimen Karawanenrouten, »befreite« Flecken des Dschungels
und des Ödlandes, No-Go-Gebiete, Schwarzmärkte und Untergrundbasare.
THE NET und das WEB >Jedes dieser »Felder« des Chaos könnte durch - der
Mandelbrot-Menge ähnlichen - Topographen dergestalt repräsentiert
werden, daß die »Peninsulas« in die Karte eingebettet
oder in dieser verborgen sind, so daß Ob durch einfache Datenpiraterie oder aber durch eine komplexere Entwick-lung
der tatsächlichen Beziehung zum Chaos, der Spinnengewebehacker, der
Cybernetiker der TAZ wird Wege finden, sich Perturbationen, Crashes und
Störungen im Netz zunutze zu machen (Wege, Informationen aus »Entropie«
zu ziehen). Um Situationen zu produzieren, die der TAZ dienlich sind, wird das Spinnen-gewebe
im Netz parasitieren - wir können in dieser Strategie aber auch den
Versuch sehen, an der Schaffung eines alternativen und autonomen Netzes
zu arbeiten, das »frei« und nicht länger parasitär
ist und als Basis für eine »neue Gesellschaft« dient,
»die aus der Hülse der alten entstehen wird.« Nachdem dies gesagt ist, müssen wir uns aber noch einiger Bedenken gegenüber Computern annehmen, einiger unbeantworteter Fragen über den Personal -Computer. Die Geschichte von Computernetzwerken, BBSs und verschiedenen anderen Experimenten in Elektrodemokratie ist bislang weitgehend hobbymäßig betrieben worden. Viele Anarchisten und Libertäre haben ein tiefes Vertrauen in den PC als Waffe der Befreiung und Selbstbefreiung - aber eigentlich keine wirklichen Fortschritte, keine nennenswerten Schritte in Richtung Freiheit vorzuweisen. Ich habe wenig Interesse an einer hypothetischen, in Entstehung begriffenen Klasse von selbständigen Datenverarbeitern, die bald in der Lage sein wird, in großem Umfang in Klitschen oder durch Scheißarbeit gegen Stücklohn für verschiedene Unternehmen und Bürokratien zu produzieren. Darüberhinaus bedarf es keiner hellseherischen Fähigkeiten, vorauszusagen, daß diese »Klasse« ihre Unterklasse entwickeln wird - eine Art Lumpenyuppietariat: Hausfrauen, zum Beispiel, die für ihre Familien für ein »Zweiteinkommen« sorgen, indem sie ihre Wohnungen in Elektro-Schwitzbuden verwandeln, kleine Arbeitstyranneien, bei denen der »Boss« ein Computernetzwerk ist. Ich bin auch wenig beeindruckt von der Art Information und den Dienstleistun-gen,
wie sie von existierenden »radikalen« Netzwerken offeriert
werden. Ehrlich, ich verfügte bereits über jede Menge Daten, um meine Wahrnehmungen zu bereichern - was ist denn mit Büchern, Filmen, TV, Theater, Telefonen, der Post, veränderten Bewußtseinszuständen und so weiter? Brauche ich wirklich einen PC, um an noch mehr Daten heranzukom-men? Du bietest mir geheime Informationen? Nun ... vielleicht bin ich versucht - aber ich fordere immer noch wunderbare Geheimnisse, mehr als nur nicht ins Telefonbuch eingetragene Nummern oder Triviales über Cops und Politiker. Vor allem möchte ich Computer, die mir Informationen bieten, die mit realen Gütern zu tun haben - »den guten Dingen im Leben«, wie es in der Präambel der IWW heißt. Und hier muß ich, da ich die Hacker und BBSer einer ärgerlichen intellek-tuellen Vagheit bezichtige, erklären, was ich mit »realen Gütern« meine. Aus politischen und persönlichen Gründen stehe ich auf gutes Essen, besseres als jenes, das der Kapitalismus zu bieten vermag - Essen, das nicht umwelt-verschmutzt und noch mit starkem und natürlichem Geschmack gesegnet ist. Um die Dinge noch komplizierter zu machen: Stell dir vor, das Essen, nach dem ich mich sehne, ist illegal - nichtpasteurisierte Milch vielleicht oder die köstliche kubanische Frucht Mammei, die nicht frisch in die USA eingeführt werden darf, da ihre Kerne halluzinogen sind (so sagt man mir). Ich bin kein Farmer. Nehmen wir mal an, ich wäre Importeur seltener Parfüms und Aphrodisiatika, und verschärfen wir das Ganze durch die Annahme, die meisten meiner Waren wären ebenfalls illegal. Oder vielleicht will ich auch nur mit Word-Processing-Services für organische Steckrüben Geschäfte machen, weigere mich aber, die Transaktion dem Finanzamt zu melden (was das Gesetz - du kannst es glauben oder nicht - vorschreibt). Oder vielleicht möchte ich andere Menschen treffen und wir uns unter Zustimmung aller in - illegalen - Akten gegenseitig Freude bereiten (dies ist versucht worden, aber alle Hard-Sex-BBSs wurden zerschlagen - und von welchem Nutzen ist ein Underground mit lausiger Sicherheit?). Kurzum, nehmen wir an, daß ich die Schnauze von bloßer Information voll habe. Eurer Meinung nach sollten Computer bereits in der Lage sein, meine Bedürfnisse nach Essen, Drogen, Sex, Steuer-hinterziehung zu befriedigen. Was also ist Sache? Warum geschieht es denn nicht ? Die TAZ hat sich ereignet, ereignet sich und wird sich - mit oder ohne Computer - ereignen. Damit aber die TAZ ihr ganzes Potential entfalten kann, muß sie weniger eine Sache der Selbstentzündung, sondern mehr eine Angelegenheit von »Inseln im Netz« werden. Das Netz, oder vielmehr das Gegen-Netz, wird zu einem integralen Aspekt der TAZ, einer Bereicherung zur Entfaltung ihres Potentials, einem »Quantensprung« (seltsam, wie dieser Begriff zur Bedeutung großer Sprung kam) in Komplexität und Signifikanz. Die TAZ muß nun in einer Welt des puren Raumes existieren, der Welt der Sinne. Liminal, dahinschwin-dend gar, muß die TAZ Information und Begehren kombinieren, um das Aben-teuer zu bestehen (ihr »Sichereignen«), ihr Schicksal bis zum äußersten herauszufordern, sich in ihr eigenes Werden zu vertiefen. Vielleicht haben die Anhänger der neopaläolithischen Schule
recht, wenn sie behaupten, daß alle Formen der Entfremdung und Vermittlung
zerstört oder verworfen werden müssen, damit wir unsere Ziele
verwirklichen können - oder vielleicht wird die wahre Anarchie nur
im All verwirklicht werden, wie einige Futuro-Libertäre prognostizieren.
Aber die TAZ schert sich nicht besonders um »war« oder »wird
sein«. Die TAZ ist an Resultaten interessiert, an erfolg-reichen
Attacken auf die Realität des Konsensus, an Durchbrüchen in
intensiveres und erfüllteres Leben. Wenn sich der Computer für
dieses Projekt nicht nutzen läßt, dann muß der Computer
überwunden werden. Meine Intuition sagt mir jedoch, daß das
Gegen-Netz bereits entsteht, vielleicht sogar schon existiert - ich kann
es aber nicht beweisen.
Die Öffnung der »neuen« Welt wurde von Anfang an als okkultistische Operation begriffen. Der Magier John Dee, spiritueller Berater von Elizabeth I, scheint das Konzept des »magischen Imperialismus« erfunden und damit eine ganze Generation infiziert zu haben. Halkyut und Raleigh erlagen seinem Zauber, und Raleigh nutzte seine Verbindungen zur »School of Night« - einer Kabale fortschrittlicher Denker, Aristokraten und Eingeweihter -, um Erforschung, Kolonisierung und Kartographie voranzutreiben. Shakespeares Der Sturm (The Tempest) diente der Propaganda für die neue Ideologie und die Roanoke Colony war deren erstes Vorzeigeexperiment. Die alchimistische Sicht der Neuen Welt assoziierte diese mit materia prima oder Hyle, dem »Zustand der Natur«, Unschuld und »Alles-ist-Möglich« (»Virgin-ia«), einem Anfangschaos, das die Eingeweihten in »Gold« transmu-tieren würden, das heißt in spirituelle Perfektion wie auch materiellen Überfluß. Aber diese alchimistische Vision ist zum Teil auch geprägt von der
tatsächlichen Faszination vom ''Wilden'', einer heimlichen Sympathie
dafür, einem Gefühl der Sehnsucht nach seiner formlosen Form,
dem der »Indianer« zum zentralen Symbol wurde: der »Mensch«
im Naturzustand, unverdorben durch eine »Regierung«. Kaliban,
der Wilde Mann, haust wie ein Virus just in der Maschine des Okkulten
Imperialismus; der Wald/das Tier/die Menschen sind von Anfang an ausgestattet
mit der magischen Kraft der Marginalisierten, Geächteten, Outcasts.
Einerseits ist Kaliban häßlich und die Natur eine »heulende
Wildnis« - anderseits ist Kaliban edel und ungebunden und die Natur
das reinste Eden. In der Grundschule wurde uns beigebracht, die ersten Besiedlungen in
Roanoke seien gescheitert; die Kolonisatoren machten sich auf und davon
und hinter- ließen lediglich die kryptische Nachricht: »Nach
Croatan verschwunden«. Die erste Kolonie in der Neuen Welt hat es also vorgezogen, den Kontrakt mit Prospero (Dee/Raleigh/Empire) zu lösen. Ihre Bewohner liefen mit Kaliban zu den Wilden über. Sie stiegen aus. Sie wurden »Indianer«, »Eingeborene«, entschieden sich für das Chaos, statt sich dem schrecklichen Elend der Fronarbeit für die Plutokraten und Intellektuellen Londons auszusetzen. Während Nordamerika entstand, wo einst »Turtle Island«
war, blieb Croatan in seiner kollektiven Psyche fest verankert. Jenseits
der Siedlungsgrenzen (Frontier) herrschte noch immer der »Natur«-Zustand
vor (d.h. kein Staat) - und im Bewußtsein der Siedler schlummerte
stets die Option der Wildheit, die Versuchung, Kirche, Farmarbeit, Bildung,
Steuern - all die Lasten der Zivilisation - hinter sich zu lassen, und
auf die ein oder andere Weise »nach Croatan zu Sektierer hatten unter den lockereren und korrupteren Administrationen der Karibik mehr Erfolg. Wegen der rivalisierenden europäischen Interessen waren viele Inseln unbewohnt, oder es wurde gar überhaupt kein Besitzanspruch erhoben. Besonders Barbados und Jamaika müssen von vielen Extremisten besiedelt worden sein, und ich glaube, daß die Einflüße von Levellers und Ranters zur Enstehung des Bukanier-»Utopia« auf Tortuga beigetragen haben. Hier können wir dank Esquemelin eine erfolgreiche Proto-TAZ der Neuen Welt tiefgreifender studieren. Vor solch fürchterlichen ''Wohltaten'' des Imperialismus wie Sklaverei, Leibeigenschaft, Rassismus und Intoleranz, vor den Torturen der Zwangsarbeit und der Trostlosigkeit der Plantagen fliehend, nahmen die Bukanier3.5 indianische Lebensweisen an, heirateten in karibische Familien ein, akzeptierten Schwarze und Spanier als Gleiche, pfiffen auf jegliche Nationalität, bestimmten ihre Kapitäne per demokratischer Wahl und kehrten in den »natürlichen Zustand« zurück. Nachdem sie sich »im Krieg mit der ganzen Welt« deklariert hatten, segelten sie los, um zu räubern. Und dies nach gemeinsamen Verträgen, die »Articles« genannt wurden und so egalitär waren, daß jeder den gleichen Anteil und der Kapitän gewöhnlich 1 1/4 oder 1 1/2 Beuteanteile erhielt. Züchtigung und Bestrafung waren verboten - Streitereien wurden per Abstimmung beigelegt oder per Duell entschieden. Es ist schlichtweg falsch, die Piraten als Wegelagerer der See oder gar
Protokapitalisten zu bezeichnen, wie dies einige Historiker getan haben.
In gewisser Weise waren sie »Sozialbanditen«, obwohl ihre
Basiscommunities keine traditionellen Bauerngesellschaften, sondern »Utopias«
waren, die nahezu ex nihilo auf terra incognita geschaffen wurden, Enklaven
totaler Freiheit, die freie Räume auf den Karten besetzten. Nach
dem Fall von Tortuga blieb das Bukanierideal während des »Goldenen
Zeitalters« der Piraterie (ca. 1660-1720) lebendig. Die Folge waren
Landbesiedlungen, in Belize beispiels-weise, die von Bukaniern durchgeführt
wurden. Als sich dann die Szene nach Madagaskar verlagerte - einer Insel,
die noch nicht von irgendeiner imperialen Macht beansprucht und die von
einem Patchwork lokaler Könige (Stammes-oberhäupter) regiert
wurde, die nach Piratenverbündeten suchten - erreichte das Piratenutopia
seine höchste Form. Libertatia hoffte auf Fortdauer, und Mission starb bei der Verteidigung
der Enklave. Die meisten Utopias der Piraten waren allerdings temporär
angelegt. Die wirklichen »Republiken« der Korsare waren faktisch
ihre Schiffe, die unter »Articles« fuhren. Die Küstenenklaven
kannten zumeist überhaupt kein Gesetz. Das letzte klassische Beispiel,
Nassau auf den Bahamas, eine Strandsiedlung aus Hütten und Zelten,
in der Wein getrunken und sich hemmungslos geliebt wurde (und wo - laut
Birges Sodomy and Piracy - auch Knabenliebe nichts Außergewöhnliches
war), Lieder gesungen (die Piraten waren außerordentlich musikbegeistert
und heuerten Bands für die Dauer eines Raubzuges an) und fürchterliche
Exzesse veranstaltet wurden, verschwand über Nacht, als die britische
Flotte in der Bucht auftauchte. Blackbeard und »Calico Jack«
Rackham und seine Crew von Piratinnen machten sich an wildere Küsten
und in unzüchtigere Gefilde davon, während andere sich zu bessern
versprachen. Aber die Bukaniertradition setzte sich sowohl auf Madagaskar
- wo die Kinder der Piraten ihre eigenen Königreiche errichteten
- und in der Karibik fort, wo entflohene Sklaven, und andere Menschen
unterschiedlicher Hautfarbe in den Bergen und im Hinterland als »Maroons«
existierten. Als Zora Neale Hurston in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts
die Maroon-Community auf Jamaica besuchte (siehe Tell My Horse), verfügte
diese noch über einen gewissen Grad an Autonomie und pflegte die
alten Bräuche. Die Maroons von Surinam praktizieren immer noch afrikanischen
»Paganismus«. Auf einen afrikanisch-islamischen Ursprung berufen sich einige Gruppen
wie etwa die Moors of Delaware und die Ben Ishmaels, die Mitte des 18.
Jahrhunderts von Kentucky nach Ohio migrierten. Die Ishmaels praktizierten
Polygamie, tranken keinen Alkohol, verdienten ihren Lebensunterhalt als
Minstrels, gingen Ehen mit Indianern ein und nahmen deren Bräuche
und Gewohnheiten an und huldigten so sehr dem Nomadismus, daß sie
ihre Häuser auf Räder bauten. Das Dreieck ihrer jährlichen
Migration wurde unter anderem durch Frontier-Städten mit Namen wie
Mecca und Medina gebildet. Im 19. Jahrhundert hegten einige von ihnen
anarchistische Ideale, und die Eugeniker des Eugenics Movement begingen
an ihnen ein besonders teufliches Pogrom - nach ihrer Losung »Erlösung
durch Auslöschung«. Einige der frühesten eugenischen Gesetze
richteten sich gegen Gruppen wie die Ishmaels. Die Moors und Ramapaughs wiesen die »diachronische« oder historische Erklärung ihrer Ursprünge zugunsten einer »synchronen«, auf einem »Mythos« indianischer Adoption basierenden Selbstidentität zurück. Oder um es anders auszudrücken, sie nannten sich selbst »Indianer«. Man stelle sich vor, wieviele nach Croatan abreisen würden, wenn jeder, der es wünscht, »ein Indianer zu sein«, dies durch einen Akt der Selbstbezeichnung erreichen könnte. Jener alte okkulte Schatten liegt noch immer über den Überbleibseln unserer Wälder (die sich, nebenbei bemerkt, seit dem 19. Jahrhundert ausgebreitet haben, da Farmland zu Buschwald wurde. Thoreau träumte auf seinem Totenbett von der Rückkehr von » ... Indianern ... Wäldern ... «: Rückkehr des Unterdrückten). Die Moors und Ramapaughs haben natürlich gute materielle Gründe,
sich als Indianer zu sehen - schließlich haben sie indianische Vorfahren
-, aber wenn wir ihre Selbstbezeichnung in »mythischer« wie
historischer Sicht würdigen, werden wir zu Erkenntnissen gelangen,
die bei der Suche nach der TAZ weiterhelfen. In tribalen Gesellschaften
existieren von einigen Soziologen als Männerbünde bezeichnete
Gruppierungen: Totemgesellschaften, die in einem Akt der Gestaltveränderung
mit der »Natur« identisch, das Totem-Tier werden wollen (Werwölfe,
Jaguarschamanen, Leopardenmänner, Katzenzauberer usw.). Im Kontext
einer gesamten kolonialen Gesellschaft (wie Taussig in Shamanism, Colonialism,
and the Wild Man ausführt) wird die Kraft der Gestaltveränderung
als der indigenen Kultur insgesamt inhärent erachtet - daher kommt
dem am stärksten unterdrückten Sektor der Gesellschaft durch
den Mythos okkulten Wissens eine paradoxe Macht zu, die vom Kolonisten
gefürchtet, jedoch auch für sich ersehnt wird. Natürlich
verfügen die natives über ein gewisses okkultes Wissen; aber
als Reaktion auf die imperiale Wahrnehmung von native culture als eine
Art »spiritual wild(er)ness« sehen sich die natives mehr und
mehr bewußt in dieser Rolle. Die sexuellen Phantasien, die mit »tri-racial groups« verbunden
sind, bestäti-gen diese Hypothese. »Natives« sind natürlich
immer unmoralisch, aber Über-läufer zu diesen und Drop-outs
müssen gänzlich polymorph-pervers sein. Die Bukanier waren Sodomiten,
die Maroons und Mountain Men lebten in einer »Mischkultur«,
bei den »Jukes und Kallikaks« gab es Inzest, die Kinder liefen
nackt umher und masturbierten in der Öffentlichkeit usw. usw. »Wild« werden ist stets ein erotischer Akt, ein Akt der Nacktheit.
Musik als ein organisatorisches Prinzip Als sich das Streben über die Siedlungsgrenze hinaus als unmöglich
erwies, begann in Europa die Ära revolutionärer Kommunen in
den Städten. Die Kommunen von Paris, Lyons und Marseille überlebten
nicht lange genug, um irgendwelche Charakteristika von Dauer aufweisen
zu können, und man fragt sich, ob sie dies überhaupt sollten.
Unserer Ansicht nach liegt die haupt-sächliche Faszination im Geiste
der Kommunen. Während und nach jenen Jahren begannen Anarchisten
mit der Praktizierung des revolutionären Nomadismus, zogen von Aufstand
zu Aufstand, versuchten, in sich die Intensität des Elans zu bewahren,
den sie im Moment der Insurrektion erlebt hatten. Tatsächlich sahen
gewisse Anarchisten stirnerscher/ nietzschea-nerscher Prägung in
dieser Aktivität das Ziel an sich, einen Weg, immer eine autonome
Zone zu besetzen, die Interzone, die sich während oder in der Folge
von Krieg und Revolution auftut (vgl. Pynchons »Zone« in Gravity's
Rainbow). Sie erklärten, wenn irgendeine sozialistische Revolution
erfolgreich sein sollte, wären sie die ersten, die sich dagegen auflehnten.
Sie hatten nicht die Absicht aufzuhören, solange es keine universelle
Anarchie gibt. Gabriele D'Annunzio, dekadenter Poet, Künstler, Musiker, Ästhet, Frauenheld, tollkühner Pionier der Aeronautik, Zauberer, Genie und Schurke, ging aus dem Ersten Weltkrieg als Held hervor, der über eine kleine Armee verfügte: die »Arditi«. Auf der Suche nach Abenteuer beschloß er, die Stadt Fiume einzunehmen und sie aus jugoslawischer in italienische Hand zu übergeben. Nach einer nekromantischen Zeremonie mit seiner Mätresse auf einem Friedhof in Venedig machte er sich daran, Fiume zu erobern. Dies gelang ihm ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Aber Italien lehnte sein großzügiges Angebot ab. Der Premierminister schimpfte ihn einen Verrückten. Beleidigt beschloß D'Annunzio, die Unabhängigkeit auszurufen
und zu sehen, wie lange er diese verteidigen könne. Mit einem seiner
anarchistischen Freunde entwarf er die Verfassung, in der Musik zum zentralen
Prinzip des Staates erklärt wurde. Die Marineangehörigen (Deserteure
und anarchistische Schifffahrtsgewerkschafter aus Mailand) nannten sich
Uscochi - nach schon lange verschwundenen Piraten, die einst auf der Küste
vorgelagerten Inseln lebten und venezianische und ottomanische Schiffe
überfielen. Den modernen Uscochi gelangen einige wilde Coups: reiche
italienische Handelsschiffe garantierten der Republik plötzlich eine
Zukunft: Geld in den Koffern! Künstler, Bohèmiens, Abenteurer,
Anarchisten (D'Annunzio korrespondierte mit Malatesta), Flüchtlinge
und Staatenlose, Homosexuelle, militärische Dandies (die Uniform
war schwarz und mit dem Piratenzeichen geschmückt - später von
der SS gestohlen) und wunderliche Reformer jeglicher Couleur (einschließlich
Buddhisten, Theosophen und Vedantisten) tauchten haufenweise in Fiume
auf. Die Party nahm kein Ende. D'Annunzio trug jeden Morgen vom Balkon
Gedichte und Manifeste vor, jeden Abend gab es ein Konzert, danach ein
Feuerwerk. Hierin bestand die ganze Aktivität der Regierung. Als
achtzehn Monate später der Wein und das Geld ausgegangen waren und
schließlich die italienische Flotte auftauchte und ein paar Granaten
auf das Stadtpalais abfeuerte, hatte keiner mehr die Energie, Widerstand
zu leisten. Der Münchner Sowjet (oder die »Räterepublik«) von
1919 zeigte gewisse Grundzüge der TAZ, wenn auch ihre erklärten
Ziele - wie bei den meisten Revolutionen - nicht eben »temporär«
waren. Gustav Landauer als Kultur-minister und Silvio Gesell als Wirtschaftsminister
und andere antiautoritäre Der Wille zur Macht als Verschwinden Wenn Theoretiker vom Verschwinden des Sozialen sprechen, benennen sie
damit zum einen die Unmöglichkeit der »sozialen Revolution«
sowie die Unmöglichkeit »des Staates«, den Abgrund der
Macht, das Ende des Diskurses der Macht. Die anarchistische Fragestellung
sollte folglich sein: Warum sich mit einer Macht konfrontieren, die all
ihre Bedeutung verloren hat und zur bloßen Simulation geworden ist?
Solche Konfrontationen werden lediglich gefährliche Meinem Verständnis nach scheint Verschwinden eine sehr logische radikale Option für unsere Zeit zu sein, keineswegs ein Desaster oder der Tod für das radikale Projekt. Anders als die morbid nihilistische Deathfreak-Auffassung von Theorie intendiert meine, aus ihr einen Sprengsatz nützlicher Strategien der »Revolutionierung des Alltagslebens« zu machen: der Kampf, der nicht aufhören kann, selbst nicht mit dem allerletzten Scheitern der politischen und sozialen Revolution, da nichts außer dem Weltende ein Ende des Alltagslebens wie auch unseres Verlangens nach guten Dingen, nach dem Wunderbaren bringen kann. Und wie Nietzsche sagte, könnte die Welt zu einem Ende kommen, wäre dies logischerweise bereits geschehen. Dies ist nicht geschehen, also wird es nicht geschehen. Und - wie einer der Sufis sagte - egal, wieviel verbotenen Wein wir trinken, wir werden diesen rasenden Durst in die Ewigkeit tragen. Zerzan und Black haben unabhängig voneinander bestimmte »Elemente
der Verweigerung« (Zerzan) festgestellt, die vielleicht in gewißer
Weise als symptomatisch für eine radikale Kultur des Verschwindens
gesehen werden können, teilweise unbewußt, aber teilweise auch
bewußt. Die negative Haltung gegen das Schulwesen beispielsweise ist »freiwilliges Analphabetentum«. Da ich die liberale Hochschätzung von Bildung um des sozialen Aufstiegs willen nicht teile, kann ich auch die allerorten zu hörenden Schreckensseufzer wegen dieses Phänomens nicht nachvollziehen: Ich sympathisiere mit Kindern, die Bücher und den Mist in den Büchern ablehnen. Es gibt jedoch positive Alternativen, die sich der gleichen Energie des Verschwindens bedienen. Unterrichtung zu Hause und die Vermittlung von Fähigkeiten, wie etwa dem Müßiggang, resultieren aus der Absenz vom Gefängnis der Schule. ''Hacking'' ist eine andere Form von »Bildung« - mit bestimmten Charakteristika der »Unsichtbarkeit«. Eine massenhafte negative Haltung gegen Politik ist schlichtweg das Nicht-Wählen.
»Apathie« (d.h. ein Überdruß vom langweiligen Spektakel)
hält mehr als die Hälfte der Nation von den Wahlurnen fern;
Anarchismus hat soviel nie bewirkt! (Noch hat Anarchismus irgendetwas
mit dem Scheitern der jüngsten Volkszählung zu tun gehabt.)
Wieder gibt es positive Parallelen: »Networking« als Alternative
zu Politik wird in vielen gesellschaftlichen Bereichen praktiziert, und
eine nichthierarchische Organisationsweise ist selbst über die anarchistische
Bewegung hinaus populär geworden, schlicht und einfach, weil sie
funktioniert. (ACT UP und Earth First! sind zwei Beispiele. Arbeitsverweigerung kann in Form von Absenteismus, Trunkenheit am Arbeitsplatz, Sabotage und bloßer Unaufmerksamkeit stattfinden, aber auch neuen Rebellionsweisen Auftrieb geben: mehr Selbständigkeit, Eingebunden-sein in die »schwarze« Ökonomie und »lavoro nero«, Ausweitung des Prinzips der sozialen Hängematte und andere kriminelle Optionen, Grasanbau etc. - alles mehr oder weniger »unsichtbare« Aktivitäten im Gegensatz zur traditionellen linken Konfrontationstrategie wie etwa der des Generalstreiks. Sich der Kirche verweigern? Nun, die »negative Haltung« besteht
wahrscheinlich im ... Fernsehgucken. Aber die positiven Alternativen finden
wir in allen möglichen nicht-autoritären Formen der Spiritualität,
vom »nicht-kirchlichen« Christentum bis zum Neo-Paganismus.
Die »Freien Religionen«, wie ich sie gerne bezeichne, kleine,
selbstgeschaffene, halb ernsthafte/halb spaßige Kulte, beeinflußt
von Strömungen wie Discordianismus und Anarcho-Taoismus, sind überall
zu finden und stellen einen sich verbreitenden »vierten Weg«
jenseits der etablierten Kirchen, der televangelischen Frömmler und
der Leere und der Konsument enhaltung des New Age dar. Man könnte
auch sagen, daß die wesentliche Ablehnung der Orthodoxie in der
Konstruktion »privater Moralitäten« im Nietzscheanischen
Sinne besteht: der Die Negierung von Wohnung ist »Obdachlosigkeit«, durch die sich die meisten Betroffenen als Opfer sehen, weil sie nicht in die Nomadologie gezwungen werden möchten. Aber »Obdachlosigkeit« kann in gewissem Sinne eine Tugend, ein Abenteuer sein - so stellt es sich zumindest der großen inter-nationalen Bewegung der Hausbesetzer dar - unseren modernen Hobos. Die Negierung der Familie ist natürlich Scheidung oder ein anderes Symptom des »Scheiterns«. Die positive Alternative entspringt der Erkenntnis, daß das Leben ohne die Kernfamilie glücklicher sein kann, wobei hundert Blumen blühen - von alleinerziehenden Eltern über Gruppenhochzeiten bis zu erotischen Wahlverwandtschaften. Das »European Project« verteidigt in einem Nachhutgefecht die Familie - ödipales Elend ist das eigentliche Wesen der Kontrolle. Alternativen existieren - sie müssen allerdings im Verborgenen bleiben, besonders seit dem Krieg der 80er und 90er Jahre gegen Sex. Was heißt Ablehnung von Kunst? Die »negative Haltung«
ist nicht in dem dummen Nihilismus eines »Kunststreikes« oder
der Verunstaltung eines berühmten Gemäldes zu finden - sie läßt
sich an den gelangweilten Blicken ablesen, mit denen die meisten Leute
bei der bloßen Nennung des Wortes reagieren. Wie aber sähe
eine »positive Haltung« aus? »Chaos-Linguistik« verfolgt eine Präsenz, die kontinuierlich
aus allen Ordnun-gen von Sprache und Bedeutungssystemen verschwindet;
eine schwer faßbare Präsenz, schwindend, latif (»flüchtig«,
ein Terminus der Sufi-Alchimie) - der ''Seltsame Attraktor'', um den memes
zusammen fließen, auf chaotische Weise neue und spontane Ordnungen
bilden. Hier haben wir eine Ästhetik des Grenz-bereiches zwischen
Chaos und Ordnung, den Rand, das Gebiet der »Katas-trophe«,
wo der Zusammenbruch des Systems Aufklärung gleichen kann. (Anmerkung:
Für eine Erklärung von »Chaos-Linguistik« siehe
Anhang A, dann lies bitte diesen Abschnitt erneut.) Erstens: Wir sprechen hier nicht vom tatsächlichen Verschwinden
aus der Welt und ihrer Zukunft - von keinem zeitlichen Zurück zur
paläolithischen »ursprüng-lichen Freizeitgesellschaft«
- von keinem immer und ewig währenden Utopia, von keinem Versteck
in den Bergen, von keiner Insel; auch von keinem postrevolutionären
Utopia - und sehr wahrscheinlich von keinerlei Revolution! - auch von
keinem VONU, keiner anarchistischen Raumstation - noch akzeptieren wir
ein »Baudrillardsches Verschwinden« in die Stille einer ironischen
Hyperkonformität. Ich habe keine Probleme mit irgendwelchen Rimbauds,
die der Kunst in irgendein Abessinien entkommen. Wir können aber
eine Ästhetik schaffen, selbst eine Ästhetik des Verschwindens,
indem wir den simplen Akt vollziehen, niemals wieder zurückzukehren.
Ich glaube, daß die einzige Lösung für die »Aufhebung und Realisierung« von Kunst in dem Sichtbarwerden der TAZ liegt. Die Kritik, daß die TAZ »nichts als« ein Kunstwerk sei, würde ich vehement zurückweisen. Meiner Ansicht nach ist die TAZ die einzig mögliche »Zeit« und der einzig mögliche »Raum« für Kunst, die sich zum bloßen Vergnügen am kreativen Spiel und als eine wirksame Unterstützung der Kräfte ereignet, die es der TAZ erlauben, Kohärenz zu entwickeln und sich zu manifestieren. Kunst ist in der Welt der Kunst zur Ware geworden; aber ein noch größeres
Problem ist das der Re-Präsentation selbst und das der Verweigerung
jeglicher Vermittlung. In der TAZ wird Kunst als Ware schlichtweg unmöglich
werden; Die Neue Autonomie wird im Gegensatz dazu entweder die Medien infiltrieren
und von innen heraus umwälzen oder aber nie wieder »gesehen«
werden. Rattenlöcher im Babylon der Information
2. Das Gegen-Netzwerk muß expandieren. Derzeit spiegelt es eher Abstraktion denn Realität wieder. (Fan-)Zines und Mitteilungsblätter tauschen Information aus, was Teil der notwendigen Basisarbeit der TAZ ist, aber sehr wenig dieser Information bezieht sich auf konkrete Güter und Hilfe, die für ein autonomes Leben notwendig sind. Wir leben in keinem CyberSpace; davon zu träumen, wir täten es, heißt einer CyberGnosis verfallen, der falschen Transzendierung des Körpers. Die TAZ ist ein physischer Ort, in dem wir uns entweder befinden oder eben nicht. Es bedarf aller Sinne. Das Netzwerk ist in gewisser Weise wie ein neues Sinnesorgan, das zu den anderen hinzu kommen muß - die anderen dürfen nicht davon subtrahiert werden, wie dies in furchtbaren Parodien mystischer Trance geschieht. Ohne das Netz wäre die Realisierung des TAZ-Komplexes unmöglich. Aber das Netzwerk ist kein Ziel an sich. Es ist eine Waffe. 3. Der Kontrollapparat - der »Staat« - muß weiterhin simultan in Auflösung begriffen sein und wird sich weiter verhärten, mit dem gegenwärtigen Kurs fortfahren, wobei hysterische Rigidität mehr und mehr eine Leere maskiert, den Abgrund der Macht. Während Macht »verschwindet«, muß unser Wille zur Macht Verschwinden sein. Wir haben bereits die Frage behandelt, ob die TAZ »bloß« als ein Kunstwerk gesehen werden kann. Aber ihr werdet auch wissen wollen, ob sie mehr als ein Rattenloch im Babylon der Information oder aber ein Labyrinth von immer mehr verbundenen Tunneln, aber nur der ökonomischen Sackgasse des freibeuterischen Parasitentums ergeben ist. Meine Antwort lautet, daß ich lieber eine Ratte in der Mauer als eine Ratte im Käfig bin - aber ich insistiere auch darauf, daß die TAZ diese Kategorien transzendiert. Eine Welt, in der es der TAZ gelingt, sich zu verwurzeln, könnte der Welt ähneln, die »P.M.« in seinem Buch Bolo'Bolo entworfen hat. Vielleicht ist die TAZ ein »Proto-Bolo«. Aber insofern als die TAZ jetzt existiert, steht sie für mehr als nur die Mondänität der Negativität oder des gegenkulturellen Aussteigertums. Wir haben den Fest-Charakter des unkontrollierten Momentes erwähnt, der sich - wenn auch nur kurz - in spontaner Selbstordnung verstärkt. Er ist »epiphanisch« - ein Erlebnishöhepunkt auf sozialer wie individueller Ebene. Befreiung wird im Kampf verwirklicht - das ist die Essenz von Nietzsches »Selbstwerdung.« Als Zeichen für die These mag auch Nietzsches Wandern gelten. Es ist der Vorläufer des Treibens, in Situationisten-Sprache des dériver und in Lyotards Definition von Driftwork. Wir können eine neue Geographie vorhersehen, eine Art Wallfahrtskarte, auf der heilige Stätten durch Erlebnishöhepunkte und TAZen ersetzt sind: eine wirkliche Wissenschaft der Psychoto pographie, die wir vielleicht »Geo-Autonomie« oder »Anarchomancy« nennen können. Die TAZ bringt eine gewisse Unkultiviertheit mit sich, eine Entwicklung
von Zahmheit zur Wildnis/Wildheit, ein »Zurück«, das
auch ein Schritt vorwärts ist. Sie erfordert auch ein »Yoga«
des Chaos, ein Projekt »höherer« Ordnungen (des Bewußtseins
oder einfach des Lebens), denen man sich durch »Surfen auf der Wellenfront
des Chaos« nähert, einer komplexen Dynamik. Die TAZ ist eine
Lebenskunst des fortgesetzten Aufbegehrens, wild aber sanft - sie verführt,
vergewaltigt nicht, schmuggelt, statt blutrünstig ein Piratendasein
zu führen, tanzt und kümmert sich nicht um Eschatologie. Appendix A. Chaos Linguistics I wonder: if enough of this sort of data were crunched through a computer, would we begin to be able to model language in terms of complex dynamical systems? Grammars then would not be "innate," but would emerge from chaos as spontaneously evolving "higher orders," in Prigogine's sense of "creative evolution." Grammars could be thought of as "Strange Attractors," like the hidden pattern which "caused" the anagrams--patterns which are "real" but have "existence" only in terms of the sub-patterns they manifest. If meaning is elusive, perhaps it is because consciousness itself, and therefore language, is fractal. I find this theory more satisfyingly anarchistic than either anti-linguistics or Chomskyanism. It suggests that language can overcome representation and mediation, not because it is innate, but because it is chaos. It would suggest that all dadaistic experimentation (Feyerabend described his school of scientific epistemology as "anarchist dada") in sound poetry, gesture, cut-up, beast languages, etc.--all this was aimed neither at discovering nor destroying meaning, but at creating it. Nihilism points out gloomily that language "arbitrarily" creates meaning. Chaos Linguistics happily agrees, but adds that language can overcome language, that language can create freedom out of semantic tyranny's confusion and decay. Appendix B. Applied Hedonics Shaykh Abu Sa'id of Khorassan Appendix C. Extra Quotes Here with a Loaf of Bread beneath the Bough, --Omar FitzGerald
The anarcho-primitivists have backed themselves into a situation where
they can never be satisfied without the total dissolution of the totality.
Luddism as a tactic has much to recommend it: -- on the local level, machine-smashing
can actually accomplish something. Even one or two nuclear reactors have
been shut down by "sabotage" (legal, political, or actual) --
and one can always gain at least a moment of satisfaction with a wooden
shoe or a monkey wrench. Short of some hypothetically "natural" evolution (or devolution) of the very species, how precisely is such purity to be attained? Primitivism in effect has proposed an absolute category -- the "primitive" itself -- which assumes the function of a metaphysical principle Of course the primitive in its "true essence" remains beyond definition (beyond symbolic mediation), but until mediation itself is abolished, the primitive must assume (in relation to all other possible totalities) the philosophical trappings of an imperative, and even of "doctrine". This brings us perilously close to the notorious violence of the sacred. The deepest of this violence is directed at the self, since the reification of the eschaton (either in the future or the past) precisely devalues the present, the "place" where we are actually living our everyday lives. But invariably the violence must be directed outwardly as well. Fine, you say: -- let the shit come down. Yet the successful resolution of the violence (i.e., the total abolition of symbolic mediation) can logically be defined only by a presumptive vanguard of the "pure". The principle of hierarchy has thus reappeared -- but hierarchy contradicts the initial premises of primitivism. This, I believe, can be called a tragic contradiction. On the level of the individual and of everyday life such a contradiction can only manifest as ineffectuality and bitterness. By contrast, the anarcho-Extropian or futurians are also forced to reify the eschaton -- since the present is obviously not the utopia of techné they envision -- by placing perfection in a future where symbolic mediation has abolished hierarchy, rather than in a past where such mediation has not yet appeared (the ideal Paleolithic of the primitivists). Obviously for the Extropians, mediation per se cannot be defined as "impurity" or as the invariable source of separation, alienation, and hierarchy. Nevertheless, it remains obvious that such separation does in fact occur, that it amounts to immiseration, that it is bound up in some way with techné and mediation, that not all technology is "liberating" according to any anarchist definition of the term, and that some of it is downright oppressive. The Extropian therefore lacks and needs a critique of technology, and of the incredibly complex relation between the social and the technical. No one with any intelligence can any longer accept the notion of technology as "morally neutral", with control of the means of production the only criteria for valuation. The social and the technological are somehow bound in a complex relation of co-creation (or "co-evolution"), such that techné shapes cognition even as cognition shapes techné. If the extropian vision of the future is viable it cannot depend on "machine evolution" alone to achieve realization. But unless anarcho-futurism can develop a critique of technology, it is relegated precisely to this passive role. Invariably a dialectic of "good" machines and "evil" machines is developed, or rather of good and evil modes of social-technological relations. This rather manichaean world view however fails to eliminate or even plaster over the contradictions which arise from such premises, and which revolve around the "bad-fit" between human values and machine "logic", human autonomy and machine autonomy. As M. de Landa pints out, the autonomous machine derives from and defines the war machine (Taylor developed "Taylorism" while working in an arsenal). Extropianism has marked "cyberspace" as the area of struggle for "good" human/machine relations (e.g. the InterNet), and this struggle has taken on the aspect of a resistance against the "militarization" of cyberspace, its hierarchization as an "Information Highway" under centralized management. But what if cyberspace itself is by definition a mode of separation and a manifestation of "machine logic"? What if the disembodiment inherent in any appearance within cyberspace amounts to an alienation from precisely that sphere of everyday life which extropianism hopes to transform and purge of its miseries? If this were so, the results might very well resemble the dystopian situations envisioned by P. K. Dick and W. Gibson; -- turned inward, this violent sense of contradiction would evoke the kind of futility and melancholia these writers depict. Directed outward, the violence would conjure up other SciFi models such as those of R. Heinlein or F. Herbert, which equate "freedom" with the culture of a technological elite. Now, when I talk about "the return of the Paleolithic" I find myself leaning toward the primitivist position -- and have consequently been criticized by extropians for luddoid reaction, nostalgism, and technophobia. However, when I talk about (say) the potential use of the InterNet in organizing a TAZ, I begin to tilt a little toward my old SciFi enthusiasms and sound a bit like an extropian -- and have consequently been criticized by primitivists for being "soft on technology" (like some sort of melting watch by Dali), seduced by techno-optimism, by the illusion that separation can overcome separation. Both these criticisms are correct to some degree, inasmuch as my inconsis-tency results from an attempt to think about techné and society without any recourse to an inviolate system of absolute categories. On the one hand, most of my thinking about technology was shaped by the radical ad-hoc-ism and briocolage theory of the 60's and 70's, the "appropriate tech" movement, which accepts the de facto link between techné and human society, but looks for appropriate ways to shape situations toward low-cost/maximal-pleasure tendencies. In fiction a model is attempted by B. Sterling in his short-story "Green Days in Brunei", a brilliant imagining of low-tech non-authoritarian solutions to "3rd world" over-population and poverty. In "real" life a smaller but most exquisite model is provided by the New Alchemy Institute, which turns polluted sinkholes into arcadian springs with low green technologies in cheap installations which are aesthetically beautiful. On the other hand, I prefer the burden of inconsistency (even "foolish" inconsistency) to the burden of the Absolute. Only an impure theory can do justice to the impunity of the present -- which, as everyone knows, is only a psychological impossibility caught between a lost past and a nonexistent future. "Everyday life" is not a category -- even "the body" is not a category. Life -- and the body -- are "full of holes", permeable, grotesque -- ad hoc constructions already compromised with an impure empiricism, fated to "drift", to "relativism", and to the sheer messiness of the organic. And yet it is "precisely" here, in this imprecise area of contradiction and "vulgar existentialism", that the creative act of autonomy and self-actualization must be accomplished. Critiques can be directed at the past or future, but praxis can only occur in the impure and ontologically unstable here-and-now. I don't want to abandon the critique of past-and-future -- in fact I need it, in the form of a utopian poetics, in order to situate praxis in the context of a tradition (of festivity and of resistance) and of an anti-tradition (of utopian "hope"). But I cannot allow this critique to harden into an eschatology. I ask of theory that it remain flexible in regard to situations, and able to define values in terms of "the struggle for empirical freedoms" (as one modern-day Zapatista put it). "Revolution" no less than Religion has been guilty of promising "pie in the sky" (as Joe Hill put it) -- but the real problem of theory is (as Alice put it) "jam today." The concept of the TAZ was never intended as an abandonment of past or future - the TAZ existed, and will exist -- but rather as a means to maximize autonomy and pleasure for as many individuals and groups as possible as soon as possible -- even here and now. The TAZ exists -- the purpose of the theory has been simply to notice it, help it to define itself, become "politically conscious". The past and future help us to know our "true" (revolutionary) desires -- but only the present can realize them -- only the living body, for all its grotesque imperfection. Suppose we were to ask -- as anarchists -- what should be done about the problem of technology "after the revolution". This exercise in utopian poetics may help us to clarify the question of desire, and of praxis in the "present". The primitivist might argue that there can be no revolution without the abolition of symbolic mediation, or at least of the technological imperative; extropians might say that no revolution can occur without technological transcendence. But both parties must perforce admit a transitional stage, when de facto power has been seized by the "Revolution", but the full unfolding of revolutionary society has yet to occur. Let's imagine that the one rough principle agreed upon by "everyone" is the freedom of the individual from coercion by the group, and the freedom of the (self-organized) group from coercion by all other groups. The only "price" of this freedom is that it damage no other free and autonomous interests. This would seem to be a minimalistic but adequate definition of basic anarchism. At this point the primitivist may hold that the dialectic of freedom moves irrevocably toward the re-appearance of the Paleolithic, albeit at a "higher" and more conscious level than the first time around, since this re-appearance will have been announced by revolution, by consciousness. Similarly at this point the extropian may argue that the further unfolding
of freedom can only be envisioned as self-directed evolution through the
co-creation of humanity and its technology. Fine and dandy. But now what?
Are these two anarchist tendencies going to become armies and fight it
out to the last recalcitrant computer jock or neo-wild-man? How much do I want a computer? I can't force Taiwanese and Mexican women to make silicon chips for slave wages. I can't pollute other peoples' air with some outrageous plastic factory to make consoles. I'm free to have a computer, but I must meet the price" mutual non-coercion. Or -- how much do I want the wilderness? I can't force people to get out of "my" forest now because it's also "their" forest. I can do what I want with "my share" of the forest, but only at the agreed-upon price. If my neighbors desire to plant wheat, or hand-craft fine computers, so long as they respect my "Nature" I must respect their "Culture". Of course we may wrangle about "acceptable emission standards" or forest preservation -- about the appropriateness of a given technological or non-technological "solution" in a given situation -- but we will accept the price of mutual non-coercion in the form of mess and compromise, impurity and imperfection -- because "empirical freedoms" are worth more to us than categorical imperatives. Of course, everyone if free to play this game of utopian poetics with different "rules", and different results. After all, the future does not exist. However, I would like to push the implications of my thought-experiment a bit further. I suspect that this "utopia" would prove disappointing to both the primitives and the extropians. I suspect that a workable utopia would adhere more closely to the "messy" model than to either of the "pure" models of the pro-tech/anti-tech theorists. Like bolo'bolo, I imagine a complex multiplicity of social models co-existing under the voluntary aegis of the social "price" of mutual non-coercion. In effect the primitivists will get less wilderness than they demand, and the extropians will get less tech. Nevertheless, all but the most fanatical extremists on either side will be reconciled to the messy utopia of desire -- or so I predict -- because it will be organized around pleasure and surplus, rather than the denial and scarcity expressed by the totality. The desire for wilderness will be fratified at a level undreamed since the early Neolithic, and the desire for creativity and even co-creation will be gratified at a level undreamed by the wildest science fiction. In both cases the means for this enjoyment can only be called appropriate techné -- green, low energy, high information. I don't believe in the abolition of symbolic mediation, and I don't believe that separation can overcome separation. But I do hypothesize the possibility of a much more immediate and satisfactory experience of creation and conviviality through the human (animal/animate) scaling of economy and technology -- and this, however untidy, I would call utopia. If I have disagreed with both primitives and extropians here, it was not to reject them as allies. The only useful purpose served by our "after the Revolution" game is to shed light on our present situation, and our possible options for concrete action here and now (more or less). It seems to me that both the P's and E's are quite capable of grasping the theory of "messiness" and the "impure" model of the TAZ. A night, a week, a month of relative autonomy, relative satisfaction, relative realization, would be worth far more to most anarchists than a whole lifetime of absolute bitterness, resentment, and nostalgia for the past or future. The most enthusiastic cyberpunk can still embrace the "festal body", and the most savage primitives have been known to succumb to civilized impurities such as beer, or art. I fear that a few diehards in both camps will still sneer at our enjoyment -- of the impure TAZ or the impure uprising -- because it falls short of the perfect revolution. But realization arises only from direct experience, from participation. They themselves admit this. And yet action is always impure, always incomplete. Are they too fastidious? Will nothing suit them both the void -- wither of wilderness, or of cyberspace? Are they dandies of the Absolute? The TAZ project is one of indiscriminate syncretism, not of exclusion. By disagreeing with both parties we are attempting to reconcile them -- at least pro tem -- to a sort of "united front" or ad hoc tendency, determined to experi-ment now with various modes of contestation as well as enjoyment, of struggle as well as celebration. The palimpsest of all utopian theories and desires -- including all redundancies and repetitions -- forms the matrix of an anti-authoritarian movement capable of "lumping together" the mess of anarchist, libertarian, syndicalist, council communist, post-situationist, primi-tivist, extropian and other "free" tendencies. This "union"-without-uniformity will not be driven (or riven) by ideology, but by a kind of insurrec-tionary "noise" or chaos of TAZ's, uprisings, refusals, and epiphanies. Into the "final" totality of global capital it will release a hundred blooming flowers, a thousand, a million memes of resistance, of difference, of non-ordinary consciousness -- the will to power as "strangeness". And as capital retreats deeper and deeper into cyberspace, or into disembodiment, leaving behind itself the empty shells of spectacular control, our complexity of anti-authoritarian and autonomist tendencies will begin to see the re-appearance of the Social. But at this present moment the TAZ (in its broadest possible sense) seems to be the only manifestation of the possibility of radical conviviality. Every non-authoritarian tendency should support the TAZ because only there (aside from the imagination) can an authentic taste of life without oppression be experienced. The vital question now concerns the "technology" of the TAZ, i.e., the means for potentiating and manifesting it most clearly and strongly. Compared to this question, the problems of technology (or of zero-technology) take on an air of theological debate -- a ghostly and querulous other-worldliness. My critics have a point -- but it's aimed somewhere about 10,000 years in the past, or "five minutes into the future", and misses the mark. I must admit that my own taste inclines neither toward Wilderness World nor spaceship Earth as exclusive categories. I actually spend far more time defending wildness than "civilization", because it is far more threatened. I yearn for the re-appearance of Nature out of Culture -- but not for the eradication of all symbolic mediation. The word "choice" has been so devalued lately. Let's say I'd prefer a world of indeterminacy, of rich ambiguity, of complex impurities. My critics, apparently, do not. I find much to admire and desire in both their models, but can't for even a moment believe in either of them as totalities. Their futurity or eschatology bores me, unless I can mix it into the stew of the TAZ -- or use it to magic the TAZ into active existence -- to tease the TAZ into action. The TAZ is "broad-minded" enough to entertain more than two, or even six, impossible ideas "before breakfast". The TAZ is always "bigger" than the mere ideas which inspire it. Even at its smallest and most intimate the TAZ englobes all "totalities", and packs them into the same kaleidoscope conceptual space, the "imaginal world" which is always so closely related to the TAZ, and which burns with the same fire. My brain may not be able to reconcile the wilderness and cyberspace, but the TAZ can do so -- in fact, has already done so. And yet the TAZ is no totality, but merely a leaky sieve -- which, in the fairy tale, can carry milk or even become a boat. For the TAZ, technology is like that paper fan in the Zen story, which first becomes a "fan", then a device for scooping cake, and finally a silent breeze. 1996 © Hakim Bey
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