Norbert Wiener


Biografie
Norbert Wiener und das kybernetische Zeitalter
MACHINES TO GOVERN



 

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Biografie
Norbert Wiener wurde 1894 als Sohn des Harvard-Dozenten für
slawische Sprachen Leo Wiener in Columbia, Missouri geboren.
Mit sechs konnte er frei lesen und wurde bis zum Besuch der High School im Alter von acht Jahren hauptsächlich vom Vater ausgebildet. Der Vater führte die herausragenden Leistungen NWs auf seine Erziehungsmethoden zurück und lehnte es ab, natürliche Talente anzuerkennen. 1911 faßt Leo Wiener seine Gedanken zur Erziehung in einem Artikel „New ideas in child training“ zusammen.

Die High School beendete Wiener mit 12, das College mit 14 und studierte
dann nach kurzen Ausflügen in die Zoologie in Harvard und Philosophie in Cornell in Harvard Philosophie. Dieses Studium führte ihn mit 16 zum Master und 18 zum Ph. D. mit einer Dissertation über mathematische Logik.
Danach forschte und studierte Wiener auf den folgenden Gebieten: Logik und Philosophie bei Russel und Hardy in Cambridge, Mathematik bei Hilbert, Husserl und Landau in Göttingen.

Sein „tiefes Verständnis von Phänomenen anstelle von Fachgebieten ermöglichte es Wiener, Prinzipien in Mathematik, Technik und Gesellschaft zu erkennen, die unabhängig von der historischen Entwicklung interessant und anregend sind.“ Es befähigte ihn im weiteren Verlauf seines Lebens dazu, Anregungen auf diesen und anderen Gebieten zu geben (Radar, Kommunikationsnetzwerken, Computer, künstliche Gliedmaßen, Sehhilfen etc.). Ab 1919 forscht er am MIT ( Massachusetts Institute of Technology), u.a.
zu stochastischen Prozessen (Brownsche Molekularbewegung), zur harmonischen Analyse, Potentialtheorie und Operatorenrechnung.

Der zweite Weltkrieg bringt Wiener mit der Nachrichten- und Informations- technik in stärkeren Kontakt. Er arbeitete am Steuerungsproblem von Flakgeschützen, d.h. dem Problem der Vorhersage zukünftiger Flugzeugpositionen, woraus sich eine Theorie über die Vorhersage von stationären Zeitreihen bildete. Dabei stieß Wiener auch auf die Problematik des Informationsgehaltes und die Informationstheorie im Allgemeinen. Die Analyse von Flugzeugbewegungen führte Wiener zu einer Art Systemanalyse, wobei das System aus der Maschine (Flugzeug) und dem Menschen (Pilot) besteht. Wiener erkennt den Vorteil den man in Bezug auf Flugzeugabwehr aus der Analyse der Interaktion zwischen Flugzeug und Pilot ziehen kann.
Nach dem Krieg faßt er seine Gedanken in dem Buch „Kybernetik: Regelung
und Nachrichtenübertragung in Lebewesen und Maschine“ zusammen.
Wiener war einer der zentralen Figuren der Macy-Konferenzen, und einer der Begründer der interdisziplinären Wissenschaft der Kybernetik.

Am 18. März 1964 stirbt er im Alter von 69 Jahren in Stockholm, auf einer Vortragsreise durch Schweden.
Zwei Jahre vor seinem Tod bekam er im Weißen Haus in Washington vom damaligen amerikanischen Präsidenten Lyndon Johnson die National Medal
of Science überreicht.

 

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Norbert Wiener und das kybernetische Zeitalter

Am 20.September 1940 bietet der Mathematiker und Physiker Norbert Wiener Vannevar Bush, dem Zaren der amerikanischen Kriegsforschung sein Wissen und Können an, um bei der technologischen Landesverteidigung mitzuhelfen. Am 13.August hatte die deutsche Luftwaffe die „Schlacht um England“ eröffnet. In den folgenden Jahren beschäftigte sich Wiener mit den Problemen der Zerstörung feindlicher Flugzeuge. Ausgehend von diesen militärischen Forschungen entwickelte er das Modell einer neuen Wissenschaft, die nach dem Krieg als Kybernetik bekannt wurde, und Intentionalität, Lernen und viele andere Probleme des menschlichen Geistes erfasste.

Das Wesen des technisierten Krieges, des Luftkrieges und des U-Boot Krieges brachte eine neue, physische und moralische Distanz der Kämpfenden mit sich: aus Höhen von 9000Metern wirkte eine gegnerische Stadt klein, Menschen waren nicht zu erkennen, ebenso war der Punkt auf dem Radarschirm nur noch ein abstraktes Zeichen, nicht mehr eine Ansammlung von Menschen auf einem Schiff oder in einem Flugzeug.
In dieser Betrachtungsweise verschmolz der feindliche Pilot derart mit seiner Maschine, dass die Grenze zwischen Mensch und Maschine verwischt wurde. Ein anonymer, maschinenartiger Opponent war entstanden, ein mechanisiertes feindliches Gegenüber, das nun in den Kriegslabs am MIT und anderswo generiert und modelliert wurde.
In der kybernetischen Vorstellung der 40er Jahre wurde der „servomechanische Feind“ zum Prototypen für die menschliche Physiologie und schließlich, nach dem Krieg, für alles Menschliche.

Die Alliierten benutzten drei eng zusammenhängende Wissenschaften bei der Berechnung des feindlichen Gegenübers:
1) operations research 2) Spieltheorie und 3) Kybernetik.

Jede dieser Wissenschaften hatte ihr eigenes Aufgabenfeld.
Die Kybernetik war der Eintrittspunkt in die Mensch-Maschinen-Systeme.
Für ihren Erfinder, Norbert Wiener, war Kybernetik eine Wissenschaft der
Kontrollmechanismen, in der der Austausch von Informationen eine zentrale Rolle spielen würde.

Der Schlüssel zur Kybernetik lag bei die Flugabwehrartillerie.
Um schnell manövrierende Bomber mit Bodenartillerie zu treffen, beschäftigte sich Wiener mit Rückkopplungsmechanismen, Kommunikationstechnologie und nichtlinearen Prozessen.
Die wichtigste Erkenntnis seiner Arbeit über die Flugabwehr war für Wiener, dass es unerläßlich war, den Piloten und den Artilleristen als ein einziges „servomechanisches System“ zu konzipieren.
Um diese Theorie umzusetzen waren Rauschunterdrückung (Psycho-Acustic), Formalisierung von Operationen und die Theorie der Schaltungen wichtig.
Das hielt Wiener für die wichtigste elektronische Aufgabe in dem riesigen,
rasch wachsenden Radiation Laboratory des MIT (RadLab).

Das Weltbild Wieners war vom Behaviorismus bestimmt, und so auch jede spezifische Verhaltensweise von Mensch und Maschine.
Praktisch bedeutete das, Hirnfunktionen in positivistische Begriffe für
organismische Reaktionen fassen. Diese Begriffe sollten übersetzbar sein in Input und output und in die Justierung eines geheimnisvollen Kastens mit Klemmschrauben und Knöpfen eine BLACK BOX) - das war es, was eine Person ausmacht.
Wiener stützte sich dabei auf Zweckgerichtetheit und beobachtendes Verhalten: „Wir glauben, daß Menschen und andere Tiere in wissenschaftlicher Hinsicht wie Maschinen sind, weil wir glauben, daß die einzigen effektiven Methoden zum Studium des menschlichen und tierischen Verhaltens diejenigen sind, die auch auf das Verhalten mechanischer Objekte angewandt werden können. ...wir wollen hauptsächlich hervorheben, daß Menschen als Gegen- stände wissenschaftlicher Forschung sich von Maschinen nicht unterscheiden.“

Das Weltbild der Kyberenetik hat für Wiener Parallelen zu den Monaden von Leibnitz: Kommunikationsknoten interagieren durch den Austausch von Befehlen. Für die Kybernetiker ist die Welt nichts anderes als die wechsel- seitigen internen Beziehungen dieser ein- und ausgehenden Nachrichten,
das befördert eine „quasi-solipsistische“ Sichtweise des Universums.
Nachrichten können in der Absicht gesendet werden, um das Universum zu erkunden, oder um das Universum zu kontrollieren. Das war eine Weltsicht,
die den Menschen als BLACK BOX mit Input und output sieht, ohne Zugang zum Innenleben, weder zum eigenen noch zu dem des anderen.
Diese Sicht ergab sich durch die militärische Perspektive der Kriegsjahre und wurde danach unter den Bedingungen des Kalten Kriegs weiterentwickelt und auf andere Bereiche und alle Organismen übertragen.

Schon 1943 arbeitet Wiener (mit W.Rosenblueth, Harvard) daran, eine neue behavioristische Beschreibung des Zweckbegriffs vorzustellen.
Es geht um Kenntnisse über vorhersagbares Verhalten, die in komplexen Tests über das Verhalten der Organismen gewonnen werden. Wiener u.a. wollten zweckhaftes Verhalten bei Tier und Mensch verstehen und dann simulieren. Beide erarbeiten Klassifizierungen, die sich genausogut auf lebende Organismen wie auf Maschinen anwenden ließen.
Die Anstrengungen waren darauf gerichtet, die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine aufzuheben.
Das von Wiener für den Einsatz im 2.Weltkrieg konzipierte Mensch-Flugzeug-Radar-Prädikator-Artilleriesystem war ein geschlossenes System, in dem es möglich war, Maschinen durch Menschen und Menschen durch Maschinen zu ersetzen.
Dieses System und das dazugehörige technologisches Apercu wird nun, nach dem Ende des 2.Weltkrieges, überführt in eine allgemeine Philosophie der menschlichen Handlungen.
Das führt zu einer neuen Definition von Bewußtsein, Gedächtnis und
„Gehirn als Maschine“ in terms von processing und controlling.
1948 erscheint Wieners Buch "Cybernetics" mit dem Untertitel "Control
and Communication in the Animal and Machine."
Die neue Epoche, wie sie Wiener sah, war die des „Servomechanismus“. Wiener sah sich (und seine Zeitgenossen) an einem historischen und philosophischen Wendepunkt, in dem genannten drei neuen wissenschaftlichen Bereiche das „kybernetische Zeitalter“ begründen würden, das von einer neuen Wissenschaft und neuen Maschinen - den Computern. (Diese Vision war faszinierend für ganze Generationen junger Ingenieure, Künstler, Militärs und Wissenschaftler, die in den 50er Jahren ihr Studium in Harvard, am MIT, der UCLA oder in Stanford abschlossen).

Um die Realisierung seiner Vorstellungen zu befördern, fand am 6. und 7.Januar 1945 auf Initiative Wieners u.a. ein erstes und geheimes Treffen der „Teleological Society“ statt, mit prominenten Wissenschaftlern aus Kommunikationstechnik, für Technik der Rechenmaschinen, Mathematik, Statistik, Neurophysiologen. Sie vertraten eine neue Weltsicht verschiedener Kriegswissenschaften. Teilnehmer waren u.a. Warren McCulloch, John von Neumann, Walter Pitts (Schüler von Rudolf Carnap - Wiener Kreis -Einheitswissenschaft).
Am Ende des Treffens werden bisher getrennte Arbeitsbereiche in ein
dauerhaftes Forschungsprogramm umgewandelt (unterstützt u.a. durch die Rockefeller-Foundation) und ein gemeinsames Labor eingerichtet.

Wiener versuchte nun, seine techno-wissenschaftlichen Konzepte von
servomechanischen- und auf Feedback-Kontrolle beruhenden Systemen auf natürliche Vorgänge zu übertragen.
Er versuchte, natürliche Vorgänge behavioristisch zu definieren. Verhalten wurde dabei im weiten Sinne als jede Änderung einer Entität mit Bezug auf ihre Umwelt aufgefaßt und in Form einer Beziehung zwischen Input und Output analysiert.
Im Rahmen der ständigen Bewegung zwischen Reiz und Reaktion, Absicht und Ergebnis, Organismus und Maschine bestimmte jedes Glied eines Paares sein Gegenteil.
Wiener hatte kein Interesse an der „spezifischen Struktur und inneren Organisation“ des jeweiligen Gegenstandes bzw. an einem „in den Gegenstand hineinzusehen“. Definiert wurde dieser nur durch Beobachtung seines äußeren Verhaltens. Interessant ist, dass dabei Naturbeobchtung nun durch mathematische Berechnungen und Logik ersetzt wurde (was auch den Wegfall von Präparaten nach sich zog).

Wieners Kybernetik hatte den entscheidenden Einfluß auf die Computertechnik und Theorie der Automaten wie auch auf die aufstrebenden Sozialwissen-
schaften, siehe auch die „Macy-Konferenzen“.

Das Nachrichtenmagazin „Time“ (23.1.1950) begrüßte Wieners Theorien als die des „führenden Computermanns, der die Grenzen zwischen Gehirn, physischen Eigenschaften des Menschen und der Maschine abschaffen will...“.
In seinem Buch „God and Golem“ schreibt Wiener: „...wenn wir solche Maschinen schaffen, sind wir Götter“.

In den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts war der Einfluß von Wieners Ideen enorm. Seine in „Cybernetics“ und „The Human Use of Human Beings“ formulierten Visionen stießen bei Zeitungsmachern, Verlegern, Cineasten und Bildenden Künstlern, Architekten und Literaten auf breite Resonanz und enthusiastische Begeisterung.
Neue Geldquellen taten sich auf.

Und: es schien sich in diesen späten 50ern/frühen 60er Jahren des letzten Jahrhunderts Amerikas Anspruch, eine Idee für die ganze Welt zu haben, mit Wieners Zukunftsvision von Kybernetik als künftiger globaler Leitwissenschaft wissenschaftlich untermauern zu lassen.

Wieners praktische Ergebnisse dagegen hielten sich in Grenzen, und waren eher Mißerfolge. Außer dem AA-Predicator ist wenig gebaut worden bzw. bekannt.
Die Begriffe „cybernetics“ wie auch später „artificial intelligence“ waren aber griffige Labels und Kampfbegriffe, um die verschiedenen Forschungsprojekte unter einem (heute würde man sagen) Label nach außen präsentieren zu können und für die weitere Forschung Geld einzuwerben. Das verweist auch auf neue Bedingungen für Wissenschaftler und Ingenieure, die mitoriginellen Vermarktungsideen auf einem unter den Bedingungen des Kalten Kriegs rasch wachsenden neuen „Wissenschaftsmarkt“ (science and technology business) auf sich aufmerksam machen mußten und dafür auch Methoden und Praktiken von Werbung und public relation einsetzten.
Der Begriff „cybernetics“ selbst war zunächst nur Insidern bekannt.
Nur eine spezialisierte Elite wußte etwas über Computer, deren Entwicklung bisher „top secret“ und ein Arkanum gewesen war.
(siehe auch die Ausstellung „Software“.)

Letztlich waren die Erfolge der Kybernetik beim Vermischen des Menschlichen mit dem Nicht-Menschlichen auf dem Schlachtfeld am eindrucksvollsten.
Mit der Kybernetik etablierte Wiener eine Reihe von Begriffen, die auf Kriegserfahrungen beruhten.
Die Massenentwicklung von gesteuerten Raketen, Torpedos, Flakfeuers war zugleich für tausende von Militärs, die die neue Generation von Waffen erlebte und benutzte, das Erlebnis von „selbstregulierenden Maschinen“ mit „menschlichem Charakter“.
Es war der Krieg, der den neuen, kybernetischen Technologien und Visionen
die durchschlagende Bedeutung und Rolle verschaffte.


Unter Verwendung von Notizen eines Gesprächs mit Prof. Peter Galison
2001 in Berlin, siehe auch den Text
„Peter Galison Die Ontologie des Feindes: Nobert Wiener und die Vision der Kybernetik“; in: Ansichten der Wissenschaftsgeschichte, Hrsg. Michael Hagner

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MACHINES TO GOVERN
by David S. Bennahum

"The steps between my original suggestion of the chess playing machine,
Mr. Shannon's move to realize it in the metal, the use of computing machines
to plan the necessities of war, and the colossal state machine of Pere Dubarle, are in short clear and terrifying... The mechanical control of man cannot succeed unless we know man's built-in purposes, and why we want to control him." Norbert Wiener, The Human Use of Human Beings, 1950

I THINK THEREFORE I AM
Norbert Wiener's popular legacy is the word "cybernetics", which he crafted in his 1948 book "Cybernetics," subtitled "Control and Communication in the Animal and Machine." Cybernetics, according to Wiener, described a new way
of looking at life. Where once scientists imagined the universe as a giant clockwork where everything was set according to a pattern, Wiener postulated that the universe was a massively disorganized unpatterned place. Whatever order existed, Wiener thought, came from the exchange of information -- messages, coding, decoding -- between everything from the smallest atomic particle to galactic clusters. Information created order in a disorderly universe.
The human brain was a message processor at its core.

Wiener, by analogy, postulated that the human brain and the mechanical brain of the newly invented digital computer were similar. For Wiener, the modern computer was the closest thing to a mechanical brain ever invented. When Wiener invoked this theory, in 1947, the Cold War had not yet fully unveiled itself. The Berlin Blockade of 1948, the Soviet detonation of a nuclear weapon in 1949 -- these had yet to become history -- and little mention in "Cybernetics" appears concerning the potential dangers and temptations Wiener's cybernetics introduced.

By 1950, when Wiener published a second book called "The Human Use of Human Beings", his work took an explicitly political and social tone. He wrote the "Human of Use Human Beings" for non-mathematicians; unlike "Cybernetics" there were no mathematical equations covering the pages. Instead, Wiener emphasized a fear. If information is the currency of life, controlling the shape of things, then wasn't it possible, in theory, to send out messages which would effectively control the way people perceive the world? Critics of Wiener's "Cybernetics" raised this issue, reading his work as the means to the creation of a theoretical machine, a "machine to govern." Wiener felt such an idea wasn't ludicrous, writing in the first edition of "The Human Use of Human Beings" that such a machine "is quite possibly being planned by a secret military project for the purposes of combat and domination." Then, mysteriously, that edition of "The Human Use of Human Beings" disappeared.

All later editions of the book, after the first edition from which these quotes come, use a vastly different text, so different that no two pages are alike.
The later editions are much less concerned with secret projects to control human behavior. Instead, Wiener focuses on the theory of cybernetics in relation to Newtonian physics and game theory. The passage concerning the "machine to govern" loses its tone of imminent doom.
"The [machine to govern] is not frightening because of any danger it may achieve of autonomous control over humanity. It is far too crude and imperfect to exhibit a one-thousandth part of the purposive independent behavior of the human being." (From the ninth printing, 1967).
Why Wiener so totally changed the thrust of his book is hard to say.
Wiener died in 1964.

THE INTERGALACTIC NETWORK
Wiener's work and concerns, however, had a deep influence on several crucial computer scientists. Every Tuesday night throughout the 1950's Wiener held a kind of seminar-salon in his home, near MIT in Cambridge, Massachusets.
In attendance at various points were a who's-who of computer science history, including junior MIT faculty who would go on and have a tremendous impact on the future of computer science. One of these was a young faculty member named J.C.R. Licklider. He studied the field of "psycho-acoustics" -- how sound travels -- funded in part by the US Air Force. Around 1957 Licklider used his first digital computer and got hooked, displaying the now-familiar symptoms of late nights hunched over a monitor in a dark room. He became so obsessed with computers that he effectively switched fields. In the then-nascent field of computer science he wrote a seminal paper which has Wiener's concerns all over it, but where Wiener sees no hope to the monolithic machine, other than the delay of time, Licklider finds an alternative -- "interactive computing".

Titled "Man-Computer Symbiosis" (1960), Licklider postulates that the real use of the computer is not as a cold calculating engine, but as an intimate symbiotic partner in human activity. Licklider explicitly snubs the young A.I. community, dismissing the obsession with creating machines to replace people. His alternative is now dominant, and he shifted computer science towards the study of people interacting with computers as a partner. Licklider could have faded into obscurity were it not for the fact that in October 1962 he became Director of the Pentagon's Information Processing Techniques Office (IPTO).
A division of ARPA (the Advanced Research Projects Agency), Licklider initiated the sequence of events which led to the ARPANET, Internet's parent. Had he not done so, there's a fair chance the Internet we're using today wouldn't exist.

Back then, when this computer network was still just an idea, Licklider
called it his "Intergalactic Network", and sent memos to the universities receiving IPTO money titled "To the members of the Intergalactic Network."
But before he could open the financial sluice gates, he had to kill another project. The Air Force, working hard on Wiener's theoretical "machine to govern" had spent much of the fifties trying to use computers to simulate human behavior. In practice this meant feeding a computer seemingly random information -- on Thursdays Kruschev read Pravda, not Isvestia, and the night before the Soviet Air Force General drank a whiskey, not vodka -- and somehow all these observations would produce an accurate scenario of what the Soviets were really up to. The computer would play Sherlock Holmes and conclude that the Soviets were building a new missile, or whatever. Licklider yanked away his budget from these "asinine projects" as he called them.
It was Licklider who changed the name of the department from Command
and Control Research to Information Processing Techniques.

In the years that followed, an estimated 70% of all funding for computer science research in the United States came from ARPA, and much of it followed the path Licklider set in 1962. Licklider funded research leading to the creation of the first computer mouse, "windows" and "icons." His control of the purse led to the funding of America's first graduate programs in computer science, along the philosophical lines he favored. And, on top of all this, Licklider explicitly funded California schools, wanting to transplant his ethic to the West Coast. Two prime recipients were Berkely and Stanford, and their students, steeped
in visions of interactive computers, contributed to the creation of Silicon Valley, and the ultimate manifestation of Licklider's intimate machine: the personal computer. But the crown jewel of Licklider's crusade was his initiation of the events leading to the Internet. Had Licklider not altered course, odds are that there would be no Internet and the seemingly silly musings of Wiener would,
in hindsight, appear prescient.

copyright by David S. Bennahum >davidsol@panix.com<
(Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Autors)


 
 
 

 


 

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