Ted Kaczynski


Biografie
TJK zu mathematischen Problemen
Der Geheimagent
TJK talked with Stephen J. Dubner
Ship of Fools
Hit Where It Hurts
Bibliografie
Vermischtes
The True Believer
Genie und Wahnsinn
TJK an Lutz Dammbeck
In der cabin gefunden

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Biografie Theodore John Kaczynski
am 22.Mai 1942 wird Theodore John Kaczynski in Evergreen Park,
einem Vorort von Chicago im Bundesstaat Illinois, geboren.
Seine Mutter Theresa (Wanda) Dombeck Kaczynski kommt aus der Nähe von Krakau, hat ein Hochschulstudium absolviert und zeitweise als Lehrerin gearbeitet.
Sein Vater Theodore Richard Kaczynski ist Metzger, später in der Schaumgummiherstellung tätig. 1990 erkrankt er an Krebs und begeht Selbstmord, indem er sich erschießt.

Im Herbst 1958 beginnt Ted als 16jähriger mit einem IQ von 170
das Studium der Mathematik in Harvard, Abschluß als „Bachelor of Arts degree“ 1962

1959 Teilnahme als „subject“ an der Studie von Prof. Murray
„Multiform Assessment of Men“ an der Harvard Universität.
Eine der Aufgaben ist das Anfertigen einer Autobiografie.

1963 - 1967 University of Michigan in Ann Arbor, erwirbt seinen
„Master and Doktor“. Er ist 25 Jahre alt.

1967 erste psychiatrische Konsultationen.
Sein Glaubenssystem verfestigt sich. Entwickelt erste Pläne für ein Leben
in den Wäldern.

16. Juli 1967 - 30. Juni 1969 University of California, Berkeley (UCB), Assistenzprofessor am Department of Mathematics, Campbell Hall.

Juni 1969 kündigt seine Professur in Berkeley
Gelegenheitsjobs als Lagerarbeiter

Reist mit seinem Bruder David nach Britisch Kolumbia, Canada.

Beide suchen ein Stück Land, um gemeinsam auszusteigen.

Ted reist zurück zur Familie nach Chicago. Wartet auf die Kaufgenehmigung der kanadischen Regierung für das Stück Land

1969-1970 schreibt er einige Texte, die er zur Veröffentlichung an Zeitungen in Chicago und verschiedene überregionale Magazine schickt. Die Themen sind „Technologie und Freiheit“. Keiner der Texte wird
veröffentlicht. Er liest Bücher des französischen Autors Jaques Ellul
(„Die technologische Gesellschaft“ und „Autopsy einer Revolution“), die ihn stark beeindrucken.

Das Kaufgesuch für das Grundstück in Kanada wird im Winter 1970 abgelehnt.

Ted ist arbeitslos, und lebt von der Unterstützung seiner Familie

Laut beurkundetem Pachtvertrag hat Clifford Gehring Senior am 19.Juni 1971
ein kleines Landstück an Ted und David Kaczynski verpachtet, vier Meilen von Lincoln/Montana entfernt, an der Stempel Pass Road, am Canyon Creek.
Das ist altes Indianerland.

1972 - 1973 lebt Ted in Lincoln, Montana.
Er baut sich eine Hütte, und will wie Henry David Thoreau in der Wildnis leben. Seine Cabin ist außerhalb von Lincoln, und etwa 5km vom Ortskern entfernt.
Er hat einen kleinen Ölofen, aber kein fließend Wasser oder Strom. Mit einem Gewehr geht er auf die Jagd. Er stellt Fallen, und zieht in einem kleinen Garten Möhren und Kartoffeln.
Etwas Geld verdient er anfangs durch Unterrichten. Viel Zeit verbringt er in der Bibliothek von Lincoln, die er mit seinem Fahrrad in ca. 30 Minuten erreichen kann. Die Bibliothekarin Sherri Wood zählt ihn zu ihren Stammkunden und besorgt ihm per Fernleihe auch seltene Fachliteratur verschiedenster Sachgebiete. Ted hilft bei der Renovierung der Bibliothek mit.
(Eine „cabin“ und „Henry David Thoreau“ sind allen Amerikanern bekannte Symbole. Thoreau hat am See von Walden über 1 1/2 Jahre ein ähnliches Experiment durchgeführt, und darüber Tagebuch geführt. Diese Sorte von Hütten hat Tradition in Amerika: Selbstversorgung, Hasen jagen, Möhren anbauen, und diese Utopie leben: small scales - earth first.)

Wie Thoreau gönnt sich Ted ab und an eine Auszeit. Er fährt mit dem Bus in die 50km entfernte Stadt Helena und übernachtet im Hotel. Vorher hat er sich frisch frisiert und sauber gekleidet. Er trägt sich einige Male als „Joseph Conrad“ ins Gästebuch ein. Joseph Conrad und dessen Buch „Secret Agent“ ist eines seiner Lieblingsbücher.

In seiner Hütte protokolliert er jede seiner Tätigkeiten und ausgedehnten Wanderungen in über 40.000 Seiten in mehrere Journale. Er behauptet in diesen Journalen auch, Bomben gebaut zu haben. Einige der Aufzeichnungen sind auf Spanisch, einige sind codiert. Der Codeschlüssel hängt an der Tür der cabin. Die Journale und die darin enthaltenen Selbstbezichtigungen sind später mit das Hauptbelastungs-material für die Staatsanwaltschaft.

In den 70er Jahren fängt er nach Aussagen seiner Nachbarn Chris Waits und Butch Gehring an, mit Explosivstoffen zu experimentieren

Für 6 Monate nimmt er einen Gelegenheitsjob in Salt Lake City an

Im Juni 1973 kehrt er nach Lincoln, Montana zurück

Im Winter 1974 schreibt er in einem Brief an die Familie dass er
„eine Weile Camping machen will“.

1978 - 1979 reist er wieder nach Illinois

Juni 1979 kehrt er nach Lincoln, Montana zurück

Im Frühjahr 1985 läßt sich Butch Gehring mit seiner Sägemühle in der Nähe von Teds cabin nieder

1991 erhält er von einem Arzt „Trazadone“ verschrieben.
Laut Gutachten der Gerichtspsychiaterin Dr. Sally Johnson gibt es im Frühjahr 1991 Versuche Ted K`s, Kontakt mit Psychiatern aufzunehmen

am 3.April 1996 wird Ted K. von FBI-Agenten in seiner cabin verhaftet

Am 5.April 1996 wird Ted K. wegen des Besitzes von Bombenteilen in Gewahr genommen, ohne Möglichkeit einer Freilassung gegen Kaution

Am 18. April 1996 wird die Cabin vom FBI übernommen und bis Mai 1996 in
Great Falls, einer Militärbasis, deponiert.

18.Juni 1996 Sacramento federal grand jury returns a 10-count
indictment against Ted Kaczynski

1.Oktober 1996 Anklage gegen Ted Kaczynski in New Jersey für den Tod
von Thomas J.Mosser

18. Juni 1996 Anklage wegen weiterer 4 Morde
Die Verteidigung legt u.a. auch die Autobiografie vor, die Ted K. für H.A.Murray
in einer Versuchsreihe mit dem Titel "Multiform Assessment" in Harvard verfaßt hat.

Das Justizministeriumverlangt die Beantragung der Todesstrafe.

am 29. Dezember 1997 wird die Jury gebildet, der Prozeßbeginn wird auf den 5.Januar 1998 verschoben

5. Januar 1998 ist Prozeßbeginn.
Ted K´s Pflichtverteidiger wollen auf „mentally ill“ plädieren, um die Todesstrafe zu vermeiden. Bevor der Richter den Prozeß eröffnet, bittet Ted K. ums Wort.
Er gibt ein Statement ab, in dem die Strategie seiner Verteidiger ablehnt und sich ihnen trennen will.

7. Januar 1998, Donnerstag. Treffen von Verteidigung, Ted K. und dem Richter. Ted K. schlägt den californischen Staranwalt Toni Serra als seinen Verteidiger vor, der das Mandat kostenlos übernehmen würde.
Ted K. will einen politischen Prozeß.
Staatsanwaltschaft und Richter lehnen den Wechsel des Verteidigers als zu spät und als Prozeßverzögerung ab.
Die bisherigen Pflichtverteidiger wollen weiterhin und gegen Teds K´s Wunsch auf mental ill plädieren, um „to show his mentally disturb“.

Nach TV-Berichten unternimmt Ted K. in der darauffolgenden Nacht einen Selbstmordversuch in seiner Zelle im Untersuchungsgefängnis von Sacramento. Er versucht sich zu erhängen.

8. Januar 1998. Der Prozeß soll mit den „Opening Statements“ beginnen.
Ted K. verlangt, sich selbst verteidigen zu können, weil er mit der Strategie seiner Verteidiger nicht übereinstimmt.

In den Medien werden Meinungsäußerungen der Geschworenen
veröffentlicht, die einer Vorverurteilung gleichkommen.
Präsident Clinton schaltet sich mit einem Radiointerview in die
Diskussion über den Fall ein.

9. Januar 1998. Richter Garland D. Burell ordnet die psychiatrische Untersuchung von Ted K. an, um mit einem Gutachten herauszufinden, ob Ted K. fähig ist, sich selbst zu verteidigen. Ted K. stimmt zu, obwohl er vorher solche psychiatrischen Untersuchungen abgelehnt hat.

12. Januar 1998. Dr. Sally Johnson, eine forensischen Psychiaterin beim U.S. Bureau of Prisons beginnt mit den Untersuchungen für ein Psychiatrisches Gutachten. Das Ende der Untersuchungen ist am 16. Januar nach insgesamt 22 Stunden Interviews. Das Gutachten wird im Internet und in den Medien veröffentlicht und ist somit jedermann zugänglich. Zitate aus dem Inhalt:
„Ted K. leidet unter schweren psychischen Störungen, und kann sich nicht geltenden Sozialnormen anpassen, seine Texte verraten Hinterlist und die hartnäckigen Bemühungen, das zu verbergen. Allerdings ist ungewöhnlich für Schizophrene seiner Art, auf dem wissenschaftlichen Level zu arbeiten,
wie Ted K. Schwere sexuelle Depressionen und Verwirrungen, Ted K. hat in seiner Zeit in Berkeley erwogen, eine Geschlechtsumwandlung vornehmen zu lassen...seine Texte verraten daß er zwei Glaubenssysteme miteinander verflochten hat: 1. das die Gesellschaft schlecht ist und er dagegen rebellieren muß und 2. und seine starke Wut in seiner Familie für seine wahrgenommene Ungerechtigkeit. Und es war in Harvard, darauf weist Johnson hin, wo beide Systeme sich äußerlich berührten und aufeinander trafen. Sie schrieb: Während seiner Collegezeit hatte er Phantasien, ein „ursprüngliches Leben zu führen und phantasierte sich als einen Agitator, der einen Mob zur Wut von revolutionärer Gewalt aufstachelt. Er behauptete, das er während dieser Zeit begann, mit der normalen Gesellschaft zu brechen. .."(und anderes mehr).

Das Resumeé von Dr. Sally Johnson:
1) Ted K. hat paranoide Verhaltensstörungen, er leidet an Schizophrenie, und ist geisteskrank.
2) Ted K. ist fähig, sich selbst zu verteidigen.

Die Ermittler und Staatsanwälte legen der Verteidigung Fotos von geheimen Hütten vor, in denen Ted K. die Bomben gebaut haben soll.
Hauptbelastungsmittel sind die Tagebücher von Ted K.
Laut FBI-Bericht werden in seiner home-cabin auch eine halbfertige Bombe und Schreibmaschinen gefunden, mit denen er das Manifesto und verschiedene Briefe an Zeitungen geschrieben haben soll.
Werkzeuge und eine Werkstatt für den Bombenbau werden nicht gtefunden.

22. Januar 1998 soll die Eröffnung der Verhandlung sein.
Vor der Eröffnung der Verhandlung finden fieberhafte Verhandlungen
zwischen Ted K., den Staatsanwälten, dem Richter und den Pflichtverteidigern hinter verschlossenen Türen statt. Die Regierung unter Präsident Clinton, die Staatsanwaltschaft und das Justizministerium „are taff on terrorists“ und wollen, dass Richter Burell und die Geschworenen ein Exempel statuieren.

Es bestehen nun drei Optionen:
1) Ted K. darf sich selbst verteidigen, und bekommt die von ihm erwünschte Bühne für seine Botschaften. Die Todesstrafe ist nach dem psychiatrischen Gutachten nun nicht mehr möglich. Einen Schizophrenen kann man nicht hinrichten
2) Ted K. darf sich nicht selbst verteidigen und muß seine Pflichtverteidiger behalten. Diese plädieren weiter auf mentally ill, und Ted K. kommt in die Psychiatrie, was er vermeiden will.
3) Bleibt als letzter Ausweg das „plea bargain“, ein spezifisch amerikanischer Kuhhandel vor Gericht zwischen allen Beteiligten.

Richter Burell entscheidet nun, das Ted K. sich nicht selbst verteidigen darf.
(Das bedeutet weiterhin Pflichverteidigung, und Einweisung in die Psychiatrie.)

Ted gibt auf, und akzeptiert das von den Anwälten mit der Regierung und dem Richter ausgehandelte „plea bargain“.

Am 22.Januar 1998 endet das Verfahren gegen Ted K. vor dem Prozessbeginn mit einem „plea bargain“.
Das Urteil: viermal lebenslänglich und 30 Jahre Zuchthaus.

Der deal bedeutet: kein Prozeß, keine Beweisaufnahme, kein Todesurteil, keine Einweisung in die Psychatrie, und keine Möglichkeit auf Begnadigung.

May 4, 1998 Kaczynski is given an airtight sentence and ordered to pay $15.026.000 to his victims

Teds Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens wird am 17. August 2001 endgültig abgelehnt.

 

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TJK zu mathematischen Problemen
Why a "Publications of Kaczynski" page?
Good question. And there are several reasons.
One of which is simply the desire to build a web page that lots of people want to see. Nothing more, noting less. The capture of Ted Kaczynski simply provided a convenient premise. All of the news stories at the time were saying that Kaczynski published several articles in mathematics journals, but none said which ones. There was no web site that listed them, so I found my niche. I'm not a mathematician and I haven't followed the Unabomber saga closely. Sorry to disappoint you if you were hoping I was a rabid pro- or anti-Kaczynski fanatic -- I'm not.

However, when we saw a scraggly, unshaven, wild-eyed Ted Kaczynski being led out of the Montana wilderness, didn't we all, if even for a brief moment, just assume that someone so unkempt, so dirty, so *crazy* looking just HAD to be the Unabomber? I mean, he looked like he hadn't seen another human being in eons. Seemed like an open-and-shut case to many of us.

But still, is that really all there is to this guy? Is he *just* a loner living in a shack in the middle of nowhere, ranting about the evils of technology? Certainly, in his former career as a mathematician he had to be familiar with technology and computers. But he left behind a series of papers dealing with "boundary functions," equations that describe esoteric mathematical concepts. Don't ask me what they mean--I have no idea--but here's something to think about:
What if a mechanical engineer somewhere could use Kaczynski's equations in a real-life problem? What if she could use them to design a more efficient airplane with a larger payload? What if we could then use those planes to airlift food and medicine to people all over the world who really need them? Might that change our perceptions of Ted Kaczynski, just a little bit?
Certainly, even if the above scenario were true (and to my knowledge,
it's not), we shouldn't expect it to balance out the destruction of human life that the Unabomber caused.
And he should be punished for that destruction. But shouldn't people know a little bit more about him than simply that he was a hermit who shunned the rest of the world and its technology to live what was probably a most uncomfortable lifestyle in the woods? Does it help to know that he wasn't always a hermit, but had a promising though brief career and contributed to the field of mathematics through his work? At the very least, does it HURT to know these things? Probably not.

John Bulloug



1) Grenzfunktionen und Mengen kurvilinearer Konvergenz für stetige Funktionen
von T.J.Kaczynski
Trans. Amer. Math. Soc. 141: 107-125.
Der Autor vervollständigt die Untersuchungen, die von Bagemihl und Piranian begonnen wurden, betreffend Grenzfunktionen stetiger mehrwertiger Funktionen, die im offenen Einheitskreise D definiert sind. Die Menge der kurvilinearen Konvergenz A einer solchen Funktion wird als die Menge jener
e^iT beschrieben, bei denen f eine endliche oder unendliche Grenze entlang eines offenen Jordanbogens innerhalb des Kreises und einen Endpunkt bei
e^iT hat. Eine Grenzfunktion von f ist eine Funktion t, so enthalten in A, dass alle t(e^iT) einer dieser Grenzwerte sind. Der Autor bewies, dass t sich von einigen Funktionen der ersten Baire-Klasse an zählbar vielen Punkten unterscheidet, und Mc Millan bewies, dass A vom Typ F(sd) ist. Mittels einer komplizierten Konstruktion beweißt der Autor, dass für jegliche Menge A auf
dem Einheitskreis des Typs F(sd) und für jede Funktion t, enthalten in A, die
von einer Funktion der ersten Baire-Klasse an nachweislich vielen Punkten abweicht, eine stetige mehrwertige (komplex-wertige) Funktion F, enthalten
in D, existiert, die A als ihre Menge kurvilinearer Konvergenz und t als ihre Grenzfunktion hat. Der Autor weist darauf hin, dass das Problem für echt
(real-)wertige Funktionen weiterhin besteht.

2) Grenzeigenschaften stetiger Funktionen
von T.J.Kaczynski
Michigan Math.J. 13:313-320.
Der Verfasser verallgemeinert das Ergebnis McMillans (1966) dahingehend,
dass die Menge kurvilinearer Konvergenz einer stetigen Funktion f von D nach Z dem Typ F(sd) entspricht. Die Verallgemeinerung betrachtet f als eine stetige Funktion von D nach E (E = ein dichter metrischer Raum).
Topologisiert man die Menge geschlossener Mengen C(E) von E mit der
Hausdorffschen Metric und unter der Voraussetzung E sei eine beliebige Menge von C(E), wird erwiesen, dass die Menge aller X ( C des Typs F(sd ) ist – und zwar so, dass sich dort ein Grenzpfad v auf x mit der Clustermenge von f entlang v findet, enthalten in einer Menge von E .
Nimmt man E als die Menge aller Einzeltöne {y}, - y ( E (das in C(Z))
eingeschlossen ist - , erhält man McMillans Theorem.Verschiedene andere Folgesätze stehen durch Auswahl passender geschlossener Mengen E (C(E)
zur Verfügung.

3) Grenzfunktionen
von T.J.Kaczynski
Dissertation, Universität von Michigan
H bezeichne die Menge aller Punkte der Euklidischen Ebene mit positiver
y-Koordinate und X die x-Achse. Wenn p ein Punkt von X ist, dann bezeichnet eine Kurve auf p eine einfache Kurve v mit einem Endpunkt in p, so dass v - {p} (H. - f sei eine Funktion die h in die Riemann-Sphäre hinein abbildet. Mit einer Grenzfunktion für f bezeichnen wir eine Funktion t innerhalb einer Menge E
( X , so dass für jedes p ( E ein e Kurve v auf p existiert für die gilt: lim f(z)=t(p).
z -> p
z ( v
Die Menge kurvilinearer Konvergenz von f ist die größte Menge von der eine Grenzfunktion für f definiert werden kann; - in anderen Worten: Es ist die Menge aller Punkte p ( X die beschreiben, dass eine Kurve auf p existiert, entlang der f eine Grenze erreicht. Ein Theorem von J.E. McMillan beschreibt, dass wenn f eine stetige Funktion ist, die H in die Riemann-Sphäre hinein abbildet, dann entspricht die Menge kurvilinearer Konvergenz von F ihrem Typ nach F(sd).
In den ersten beiden Kapiteln dieser Dissertation geben wir einen etwas direkteren Beweis von diesem Resultat als Mc Millan das tat, und wir beweisen umgekehrt, dass wenn A eine Menge vom Typ F(sd) in X ist, dann gibt es dort ebenso eine begrenzte stetige mehrwertige Funktion in H, die A als ihre Menge kurvilinearer Konvergenz hat. Als nächstes beweisen wir, dass eine Grenz- funktion einer stetigen Funktion immer in eine Funktion der Baire-Klasse 1 gewandelt werden kann, indem ihre Werte in eine zählbare Menge von Punkten verwandelt werden. Umgekehrt zeigen wir, dass, falls t eine Funktion ist, die eine Menge E ( X) in die Riemann-Sphäre hinein abbildet, und dass, falls t in eine Funktion der Baire-Klasse 1 verwandelt werden kann durch Veränderung ihrer Werte in eine zählbare Menge, dann existiert eine stetige Funktion in H, die t als ihre zugeordnete Grenzfunktion hat. (Dies ist eine leichte Verallgemeinerung eines Theorems von Bagemihl und Piranian.) Im zweiten Kapitel beweisen wir, dass eine Grenzwertfunktion einer ‚Lebesgue-meßbaren‘ Funktion nicht ‚Lebesgue-meßbar‘ zu sein braucht.
(Die Dissertation schließt mit einer Liste von Problemen, die noch gelöst
werden müssen.)

4) Grenzfunktionen beschränkter harmonischer Funktionen
von T.J.Kaczynski
Trans.Amer.Math.Soc.137:203-209.
Eine Funktion p(e), die auf dem Einheitskreis definiert ist, ist eine Grenzfunktion einer Funktion f(z), definiert im Einheitskreis, der für alle e, f(z) die Grenze p(e) bei e, entlang einer Kurve, die innerhalb des Einheitskreises liegt, hat und einen Endpunkt bei e aufweist. Bei dem Theorem mehrdeutiger Punkte von Bagemihl unterscheiden sich zwei beliebige Grenzfunktionen derselben Funktion f in nur zählbar vielen Punkten; und eine Grenzfunktion einer stetigen Funktion unter- scheidet sich von einer Funktion innerhalb der ersten Baire-Klasse nur durch zählbar viele Punkte. Als Antwort auf eine Frage von Bagemihl und Piranian konstruiert der Autor eine beschränkte harmonische Funktion, die eine Grenz- funktion hat, die sich nicht in der Baire-Klasse 1 befindet. Er zeigt, dass nichtsdestotrotz die Menge von Punkten der Diskontinuität einer solchen Grenzfunktion eine Menge der Baire- Kategorie 1 ist.

5) Die Menge kurvilinearer Konvergenz einer stetigen Funktion, definiert innerhalb eines Würfels.
von T.J.Kaczynski
Proc.Amer.Math.Soc. 23:323-327.
Die Menge der Punkte des Einheitskreises bei denen eine stetige mehrwertige Funktion im unbeschränkten Einheitskreis durch Kurven begrenzt ist
(asymptotische Werte), ist vom Typ F(sd) und hat im allgemeinen keine
anderen Eigenschaften. Der Autor zeigt, dass für stetige, mehrwertige
Funktionen, die innerhalb eines Würfels definiert werden, diese Menge von „kurvilinearer Konvergenz„ nicht einmal eine Borel-Menge zu sein braucht.
Er fragt, ob ein solches Beispiel für echtwertige Funktionen gegeben werden kann.

6) Grenzfunktionen von Funktionen, die innerhalb eines Kreises definiert sind.
von T.J. Kaczynski
J. Math. Mech. 14:589-621.

D bezeichnet den Einheitskreis /z/< 1, C seine Grenzen. f(z) sei eine
beliebige Funktion die innerhalb von D definiert ist und ihre Werte aus
einem metrischen Raum S bezieht. Eine Grenzfunktion für f ist dann eine
Funktion t auf C, so dass für alle x ( C eine Kurve auf x existiert mit
lim f(z) = t(x).
z - > x
z ( v
Der Autor beweist mehrere Theoreme über Grenzwertfunktionen in den folgenden vier Fällen:
(1) f(z) ein Homöomorphismus von D auf D,
(2) f(z) eine stetige Funktion,
(3) f(z) eine Baire-Funktion und
(4) eine messbare Funktion. Diese Theoreme schließen Antworten auf zwei Fragen, die von Bagemihl und Piranian gestellt wurden, ein.

Theorem 1 sagt, dass, falls f(z) ein Homöomorphismus von D auf D ist, dann existiert dort eine zählbare Menge N dergestalt, dass t/C – N
stetig ist.

Im Fall von stetigen Funktionen braucht es einige Definitionen. S und T
seien metrische Räume. F sei aus der Baire-Klasse 1(S,T) wenn und nur wenn
(i) Definitionsbereich f = S, (ii) Bereich f ( T und (iii), so, dass eine
Folge {f(n)} stetiger Funktionen existiert, wovon jede S in T abbildet, so
dass f(n) - > f sich punktweise auf S befindet. g ist von gesteigerter
Baire-Klasse 2(S,T) wenn und nur wenn (i) Definitionsbereich g = S, (ii)
Bereich g ( T und (iii), so, dass eine Funktion f der Baire-Klasse 1(S,T)
und eine zählbare Menge N, so dass f/S – N = g/S –N.
Benutzt man diese Definitionen, ergibt sich folgendes für Theorem 2 und Theorem 3.

Theorem 2:
f sei eine stetige, Echtwertfunktion in D und t sei eine endwertige
Grenzfunktion von f. Dann ist t von gesteigerter Baire-Klasse 2(C, R), wobei R die Menge der realen Zahlen ist. Theorem 3: f sei eine stetige Funktion, die D in die Riemann-Sphäre S hinein abbildet und t sei eine Grenzfunktion für f.
Dann ist t von gesteigerter Bair-Klasse 2(C, S).
Bei Baire-Funktionen und messbaren Funktionen ist der Bequemlichkeit halber anzumerken, die offene obere Halbebene D^0: I(z) > 0 und ihre Grenze C^0:
I(z) = 0 zu beachten, anstelle - beispielsweise - der von D und C. Theorem 4 behauptet, dass wenn f eine real-wertige Funktion der Bair-Klasse a > 1 in D^0 und t eine endwertige Grenzfunktion ist, dann ist t von der Bair-Klasse a + 1.
Als eine unmittelbare Folgerung aus Theorem 4 erhält man Theorem 5: f sei
eine echt-wertige Borel-meßbare Funktion in D^0 und t sei eine endwertige Grenzfunktion für f, dann ist t Borel-meßbar.

Als nächstes beweist der Autor, dass für eine Funktion t auf C^0 mit
künstlichem Nullpunkt eine Funktion f auf D^0 existiert, so dass f(z) = 0
beinahe überall gilt und t eine Grenzfunktion für f darstellt.
Der Aufsatz schließt mit einigen Bemerkungen der Ausweitung dieser
Theoreme in drei Dimensionen.

 

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Der Geheimagent
Das Buch von Joseph Conrad „Der Geheimagent“ war eines
der Lieblingsbücher von Ted Kaczynski. Bei seinen gelegentlichen
Übernachtungen in einem Hotel der nahen Bezirksstadt Helena trug er
mitunter „Mr. Joseph Conrad“ ins Anmeldeformular ein.

Auszug aus “Der Geheimagent“

Der Erste Sekretär der russischen Botschaft in London, Mr. Vladimir, spricht mit dem Anarchisten und Bombenleger Mr. Verloc über mögliche Anschlagsziele und darüber, was „der Fetisch der Stunde ist, den die ganze Bourgeoisie anerkennt.“

Vladimir: „Folgendes sollten Sie versuchen. Ein Anschlag auf ein gekröntes Haupt oder einen Präsidenten ist für sich genommen recht aufsehenerregend, aber nicht so sehr, wie es einmal war....Nehmen wir nun dagegen eine Gewalttat gegen - sagen wir, eine Kirche. Auf den ersten Blick zweifellos schrecklich, und dennoch nicht so wirkungsvoll, wie ein Mensch von gewöhnli- chem Verstand meinen könnte. Gleich, wie revolutionär und anarchistisch im Vorsatz, gäbe es doch genügend Dummköpfe, die einer solchen Gewalttat den Charakter einer religiösen Manifestation verleihen würden. Und das würde von der besonderen aufrüttelnden Bedeutung ablenken, die wir in der Tat zukommen lassen wollen.
....All das ist verbraucht; es ist als Musterbeispiel für revolutionären Anarchismus nicht mehr lehrreich. Jede Zeitung hat sich schon Phrasen zurechtgelegt, um derartige Manifestationen hinwegzuerklären. Ich werde Ihnen nun die Philosophie des Bombenwerfens aus meiner Sicht darlegen....Die Aufnahme- fähigkeit jener Klasse, die Sie angreifen, ist schnell erschöpft. Besitz erscheint ihnen als etwas Unzerstörbares. Auf deren Mitleids- wie auch Angstgefühle können Sie nicht sehr lange rechnen. Heutzutage muß ein Bombenanschlag,
der die öffentliche Meinung überhaupt beeinflussen soll, über das Ziel der Rache oder des Terrorismus hinausgehen. Er muß rein destruktiv sein.
Ihr Anarchisten müßt deutlich machen, daß Ihr absolut entschlossen seid,
mit der gesamten sozialen Schöpfung reinen Tisch zu machen.
Doch wie bekommt man diese erschreckend absurde Vorstellung in die Köpfe
der Mittelklasse, so daß Mißverständnisse ausgeschlossen sind?
Das ist die Frage.
Die Antwort ist, indem ihr eure Schläge gegen etwas richtet, das außerhalb
der gewöhnlichen Leidenschaften der Menschheit liegt.
Natürlich gibt es da die Kunst. Eine Bombe in der Nationalgalerie würde einigen Lärm verursachen. Doch sie wäre nicht ernst genug.
Die Kunst war nie ihr Fetisch.
...Doch da ist noch die Gelehrsamkeit - die Wissenschaft.
Jeder Schwachkopf, der ein Einkommen hat, glaubt daran.
Das ist der sakrosankte Fetisch....Sie glauben, die Wissenschaft sei auf rätselhafte Weise der Ursprung ihres materiellen Wohlstands.
...Die Demonstration muß sich gegen die Gelehrsamkeit - die Wissenschaft richten. Doch nicht jede Wissenschaft ist dafür geeignet. Der Angriff muß die ganze schockierende Sinnlosigkeit grundloser Blasphemie haben. Da die Bombe Ihr Ausdrucksmittel ist, wäre es sehr wirkungsvoll, wenn man eine Bombe in die reine Mathematik werfen könnte. Es gibt nichts Besseres. Ein solcher Anschlag vereint die größtmögliche Achtung vor der Menschheit mit der beunruhigendsten Entfaltung wilder Schwachköpfigkeit....Die gesamte zivilisierte Welt hat schon von Greenwich gehört. Verstehen Sie? Ja, die Sprengung des ersten Meridians muß einfach ein Geheul der Abscheu auslösen.

Der Geheimagent von Joseph Conrad
http://www.ibiblio.org/eldritch/jc/sa/una.html
http://www.ibiblio.org/eldritch/jc/conrad.html

 

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„I DON´T WANT TO LIVE LONG. I WOULD RATHER GET THE DEATH PENALTY THAN SPEND THE REST OF MY LIFE IN PRISON“
Ted Kaczynski talked with Stephen J. Dubner for TIME, October 18, 1999 in the US. PENITENTIARY - MAX, Florence Clorado

„When I was living in the woods, there was sort of an undertone, an underlying feeling that things were basically right with my life. That is, I might have a bad day, I might screw something up, I might break my ax handle and do something else and everything would go wrong. But...I was able to fall back on the fact that I was a free man in the mountains, surrounded by forrests and wild
animals and so forth.“ (TJK)

 

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SHIP OF FOOLS
by Ted Kaczynski
Once upon a time, the captain and the mates of a ship grew so vain of
their seamanship, so full of hubris and so impressed with themselves,
that they went mad. They turned the ship north and sailed until they
met with icebergs and dangerous floes, and they kept sailing north into
more and more perilous waters, solely in order to give themselves
opportunities to perform ever-more-brilliant feats of seamanship.

As the ship reached higher and higher latitudes, the passengers and
crew became increasingly uncomfortable. They began quarreling among
themselves and complaining of the conditions under which they lived.

“Shiver me timbers,” said an able seaman, “if this ain’t the worst
voyage I’ve ever been on. The deck is slick with ice; when I’m on
lookout the wind cuts through me jacket like a knife; every time I reef
the foresail I blamed-near freeze me fingers; and all I get for it is a
miserable five shillings a month!”

“You think you have it bad!” said a lady passenger. “I can’t sleep at
night for the cold. Ladies on this ship don’t get as many blankets as
the men. It isn’t fair!”

A Mexican sailor chimed in: “¡Chingado! I’m only getting half the wages
of the Anglo seamen. We need plenty of food to keep us warm in this
climate, and I’m not getting my share; the Anglos get more. And the
worst of it is that the mates always give me orders in English instead
of Spanish.”

“I have more reason to complain than anybody,” said an American Indian
sailor. “If the palefaces hadn’t robbed me of my ancestral lands,
I wouldn’t even be on this ship, here among the icebergs and arctic
winds. I would just be paddling a canoe on a nice, placid lake.
I deserve compensation. At the very least, the captain should let me run
a crap game so that I can make some money.”

The bosun spoke up: “Yesterday the first mate called me a ‘fruit’ just
because I suck cocks. I have a right to suck cocks without being called
names for it!”

It’s not only humans who are mistreated on this ship,” interjected an
animal-lover among the passengers, her voice quivering with indignation.
“Why, last week I saw the second mate kick the ship’s dog twice!”

One of the passengers was a college professor. Wringing his hands he
exclaimed, “All this is just awful! It’s immoral! It’s racism, sexism, speciesism,
homophobia, and exploitation of the working class! It’s discrimination!
We must have social justice: Equal wages for the Mexican sailor, higher
wages for all sailors, compensation for the Indian, equal blankets for
the ladies, a guaranteed right to suck cocks, and no more kicking the dog!”

“Yes, yes!” shouted the passengers. “Aye-aye!” shouted the crew.
“It’s discrimination! We have to demand our rights!”

The cabin boy cleared his throat.

“Ahem. You all have good reasons to complain. But it seems to me that
what we really have to do is get this ship turned around and headed
back south, because if we keep going north we’re sure to be wrecked
sooner or later, and then your wages, your blankets, and your right to
suck cocks won’t do you any good, because we’ll all drown.”

But no one paid any attention to him, because he was only the cabin boy.

The captain and the mates, from their station on the poop deck, had
been watching and listening. Now they smiled and winked at one another,
and at a gesture from the captain the third mate came down from the
poop deck, sauntered over to where the passengers and crew were
gathered, and shouldered his way in amongst them. He put a very serious
expression on his face and spoke thusly:

“We officers have to admit that some really inexcusable things have
been happening on this ship. We hadn’t realized how bad the situation
was until we heard your complaints. We are men of good will and want to do right by you. But – well – the captain is rather conservative and set in his ways, and may have to be prodded a bit before he’ll make any substantial changes.
My personal opinion is that if you protest vigorously – but always peacefully and without violating any of the ship’s rules – you would shake the captain out of his inertia and force him to address the problems of which you so justly complain.”

Having said this, the third mate headed back toward the poop deck.
As he went, the passengers and crew called after him, “Moderate! Reformer! Goody-liberal! Captain’s stooge!” But they nevertheless did as he said. They gathered in a body before the poop deck, shouted insults at the officers, and demanded their rights: “I want higher wages and better working conditions,” cried the able seaman. “Equal blankets for women,” cried the lady passenger.
“I want to receive my orders in Spanish,” cried the Mexican sailor. “I want the right to run a crap game,” cried the Indian sailor. “I don’t want to be called a fruit,” cried the bosun. “No more kicking the dog,” cried the animal lover. “Revolution now,” cried the professor.

The captain and the mates huddled together and conferred for several
minutes, winking, nodding and smiling at one another all the while.
Then the captain stepped to the front of the poop deck and, with a
great show of benevolence, announced that the able seaman’s wages would be raised to six shillings a month; the Mexican sailor’s wages would be raised to two-thirds the wages of an Anglo seaman, and the order to reef the foresail would be given in Spanish; lady passengers would receive one more blanket; the Indian sailor would be allowed to run a crap game on Saturday nights; the bosun wouldn’t be called a fruit as long as he kept his cocksucking strictly private; and the dog wouldn’t be kicked unless he did something really naughty, such as stealing food from the galley.

The passengers and crew celebrated these concessions as a great victory, but the next morning, they were again feeling dissatisfied.

“Six shillings a month is a pittance, and I still freeze me fingers when I reef the foresail,” grumbled the able seaman. “I’m still not getting the same wages as the Anglos, or enough food for this climate,” said the Mexican sailor. “We women still don’t have enough blankets to keep us warm,” said the lady passenger.
The other crewmen and passengers voiced similar complaints, and the professor egged them on.

When they were done, the cabin boy spoke up – louder this time so that
the others could not easily ignore him:

“It’s really terrible that the dog gets kicked for stealing a bit of bread from the galley, and that women don’t have equal blankets, and that the able seaman gets his fingers frozen; and I don’t see why the bosun shouldn’t suck cocks if he wants to. But look how thick the icebergs are now, and how the wind blows harder and harder!
We’ve got to turn this ship back toward the south, because if we keep going north we’ll be wrecked and drowned.”

“Oh yes,” said the bosun, “It’s just so awful that we keep heading north.
But why should I have to keep cocksucking in the closet?
Why should I be called a fruit? Ain’t I as good as everyone else?”

“Sailing north is terrible,” said the lady passenger. “But don’t you see?
That’s exactly why women need more blankets to keep them warm.
I demand equal blankets for women now!”

“It’s quite true,” said the professor, “that sailing to the north imposes great hardships on all of us. But changing course toward the south would be unrealistic. You can’t turn back the clock. We must find a mature way of dealing with the situation.”

“Look,” said the cabin boy, “If we let those four madmen up on the poop deck have their way, we’ll all be drowned. If we ever get the ship out of danger, then we can worry about working conditions, blankets for women, and the right to suck cocks. But first we’ve got to get this vessel turned around. If a few of us get together, make a plan, and show some courage, we can save ourselves. It wouldn’t take many of us – six or eight would do. We could charge the poop, chuck those lunatics overboard, and turn the ship to the south.”
The professor elevated his nose and said sternly, “I don’t believe in violence.
It’s immoral.”

“It’s unethical ever to use violence,” said the bosun.

“I’m terrified of violence,” said the lady passenger.

The captain and the mates had been watching and listening all the
while. At a signal from the captain, the third mate stepped down to the
main deck. He went about among the passengers and crew, telling them
that there were still many problems on the ship.

“We have made much progress,” he said, “But much remains to be done.
Working conditions for the able seaman are still hard, the Mexican still isn’t getting the same wages as the Anglos, the women still don’t have quite as many blankets as the men, the Indian’s Saturday-night crap game is a paltry compensation for his lost lands, it’s unfair to the bosun that he has to keep his cocksucking in the closet, and the dog still gets kicked at times.

“I think the captain needs to be prodded again. It would help if you
all would put on another protest – as long as it remains nonviolent.”

As the third mate walked back toward the stern, the passengers and the
crew shouted insults after him, but they nevertheless did what he said
and gathered in front of the poop deck for another protest. They ranted
and raved and brandished their fists, and they even threw a rotten egg
at the captain (which he skillfully dodged).

After hearing their complaints, the captain and the mates huddled for
a conference, during which they winked and grinned broadly at one
another. Then the captain stepped to the front of the poop deck and
announced that the able seaman would be given gloves to keep his
fingers warm, the Mexican sailor would receive wages equal to three-
fourths the wages of an Anglo seaman, the women would receive yet
another blanket, the Indian sailor could run a crap game on Saturday
and Sunday nights, the bosun would be allowed to suck cocks publicly
after dark, and no one could kick the dog without special permission
from the captain.

The passengers and crew were ecstatic over this great revolutionary
victory, but by the next morning they were again feeling dissatisfied
and began grumbling about the same old hardships.

The cabin boy this time was getting angry.

“You damn fools!” he shouted. “Don’t you see what the captain and the
mates are doing? They’re keeping you occupied with your trivial
grievances about blankets and wages and the dog being kicked so that
you won’t think about what is really wrong with this ship --– that it’s
getting farther and farther to the north and we’re all going to be
drowned. If just a few of you would come to your senses, get together,
and charge the poop deck, we could turn this ship around and save
ourselves. But all you do is whine about petty little issues like
working conditions and crap games and the right to suck cocks.”

The passengers and the crew were incensed.

“Petty!!” cried the Mexican, “Do you think it’s reasonable that I get
only three-fourths the wages of an Anglo sailor? Is that petty?

“How can you call my grievance trivial? shouted the bosun.
“Don’t you know how humiliating it is to be called a fruit?”

“Kicking the dog is not a ‘petty little issue!’” screamed the animal-lover.
“It’s heartless, cruel, and brutal!”

“Alright then,” answered the cabin boy. “These issues are not petty and
trivial. Kicking the dog is cruel and brutal and it is humiliating to be called a fruit. But in comparison to our real problem – in comparison to the fact that the ship is still heading north – your grievances are petty and trivial, because if we don’t get this ship turned around soon, we’re all going to drown.

“Fascist!” said the professor.

“Counterrevolutionary!” said the lady passenger. And all of the
passengers and crew chimed in one after another, calling the cabin boy
a fascist and a counterrevolutionary. They pushed him away and went
back to grumbling about wages, and about blankets for women, and about the right to suck cocks, and about how the dog was treated.
The ship kept sailing north, and after a while it was crushed between two
icebergs and everyone drowned.

*
Theodore Kaczynski published this short story in a college magazine.
Tim LaPietra, a sociology student and self-described anarchist who edits Off! magazine for the State University of New York, Binghamton, says:
"I wrote to Ted last November and offered him space if he had anything to write."
The response was a 10-page story titled Ship of Fools.
The work, a parable criticizing left-wing politics, is "going to go in uncut.
It was well-written. . . . He's intelligent, he's actually funny."

 

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Green Anarchy Nr. 8, Spring 2002
Hit Where It Hurts
by Ted Kaczynski

1. The Purpose Of This Article.

The purpose of this article is to point out a very simple principle of human conflict, a principle that opponents of the techno-industrial system seem to be overlooking. The principle is that in any form of conflict, if you want to win, you must hit your adversary where it hurts.

I have to explain that when I talk about "hitting where it hurts" I am not necessarily referring to physical blows or to any other form of physical violence. For example, in oral debate, "hitting where it hurts" would mean making the arguments to which your opponents position is most vulnerable.
In a presidential election, "hitting where it hurts" would mean winning from your opponent the states that have the most electoral votes. Still, in discussing this principle I will use the analogy of physical combat, because it is vivid and clear.

If a man punches you, you can't defend yourself by hitting back at his fist, because you can't hurt the man that way. In order to win the fight, you have to hit him where it hurts. That means you have to go behind the fist and hit the sensitive and vulnerable parts of the man's body.

Suppose a bulldozer belonging to a logging company has been tearing up the woods near your home and you want to stop it. It is the blade of the bulldozer that rips the earth and knocks trees over, but it would be a waste of time to take a sledgehammer to the blade. if you spent a long, hard day working on the blade with the sledge, you might succeed in damaging it enough so that it became useless. But, in comparison with the rest of the bulldozer, the blade is relatively inexpensive and easy to replace. The blade is only the "fist" with which the bulldozer hits the earth. To defeat the machine you must go behind the "fist" and attack the bulldozers vital parts. The engine, for example, can be ruined with very little expenditure of time and effort by means well known to many radicals.

At this point I must make clear that I am not recommending that anyone should damage a bulldozer (unless it is his own property). Nor should anything in this article be interpreted as recommending illegal activity of any kind. I am a prisoner, and if I were to encourage illegal activity this article would not even be allowed to leave the prison. I use the bulldozer analogy only because it it clear and vivid and will be appreciated by radicals.


2. Technology Is The Target.

It is widely recognized that "the basic variable which determines the contemporary historic process is provided by technological development"
(Celso Furtado*). Technology, above all else, is responsible for the current condition of the world and will control its future development. Thus, the "bulldozer" that we have to destroy is modern technology itself. Many radicals are aware of this, and therefore realize that there task is to eliminate the entire techno-industrial system. But unfortunately they have paid little attention to the need to hit the system where it hurts.

Smashing up McDonald's or Starbuck's is pointless. Not that I give a damn about McDonald's or Starbuck's. I don't care whether anyone smashes them up or not. But that is not a revolutionary activity. Even if every fast-food chain in the world were wiped out the techno-industrial system would suffer only minimal harm as a result, since it could easily survive without fast-food chains. When you attack McDonald's or Starbuck's, you are not hitting where it hurts.

Some months ago I received a letter from a young man in Denmark who believed that the techno-industrial system had to be eliminated because, as he put it, "What will happen if we go on this way?" Apparently, however, his form
of "revolutionary" activity was raiding fur farms. As a means of weakening the techno-industrial system this activity is utterly useless. Even if animal liberationists succeed in eliminating the fur industry completely they would do
no harm at all to the system, because the system can get along perfectly well without furs.

I agree that keeping wild animals in cages is intolerable, and that putting an end to such practices is a noble cause. But there are many other noble causes, such as preventing traffic accidents, providing shelter for the homeless, recycling, or helping old people cross the street. Yet no one if foolish enough to mistake these for revolutionary activities, or to imagine that they do anything to weaken the system.


3. The Timber Industry Is A Side Issue.

To take another example, no one in his right mind believes that anything like real wilderness can survive very long if the techno-industrial system continues to exist. Many environmental radicals agree that this is the case and hope for the collapse of the system. But in practice all they do is attack the timber industry.

I certainly have no objection to their attack on the timber industry. In fact, it's an issue that is close to my heart and I'm delighted by any successes that radicals may have against the timber industry. In addition, for reasons that I need to explain here, I think that opposition to the timber industry should be one component of the efforts to overthrow the system.

But, by itself, attacking the timber industry is not an effective way of working against the system, for even in the unlikely event that radicals succeeded in stopping all logging everywhere in the world, that would not bring down the system. And it would not permanently save wilderness. Sooner or later the political climate would change and logging would resume. Even if logging never resumed, there would be other venues through which wilderness would be destroyed, or if not destroyed then tamed and domesticated. Mining and mineral exploration, acid rain, climate changes, and species extinction destroy wilderness; wilderness is tamed and domesticated through recreation, scientific study, and resource management, including among other things electronic tracking of animals, stocking of streams with hatchery-bred fish, and planting of genetically-engineered trees.

Wilderness can be saved permanently only by eliminating the techno-industrial system, and you cannot eliminate the system by attacking the timber industry. The system would easily survive the death of the timber industry because wood products, though very useful to the system, can if necessary be replaced with other materials.

Consequently, when you attack the timber industry, you are not hitting the system where it hurts. The timber industry is only the "fist" (or one of the fists) with which the system destroys wilderness, and, just as in a fist-fight, you can't win by hitting at the fist. You have to go behind the fist and strike at the most sensitive and vital organs of the system. By legal means, of course, such as peaceful protests.


4. Why The System Is Tough.

The techno-industrial system is exceptionally tough due to its so-called "democratic" structure and its resulting flexibility. Because dictatorial systems tend to be rigid, social tensions and resistance can be built up in them to the point where they damage and weaken the system and may lead to revolution. But in a "democratic" system, when social tension and resistance build up dangerously the system backs off enough, it compromises enough, to bring the tensions down to a safe level.

During the 1960s people first became aware that environmental pollution was a serious problem, the more so because the visible and smellable filth in the air over our major cities was beginning to make people physically uncomfortable. Enough protest arose so that an Environmental Protection Agency was established and other measures were taken to alleviate the problem. Of course, we all know that our pollution problems are a long, long way from being solved. But enough was done so that public complaints subsided and the pressure on the system was reduced for a number of years.

Thus, attacking the system is like hitting a piece of rubber. A blow with a hammer can shatter cast iron, because caste iron is rigid and brittle. But you can pound a piece of rubber without hurting it because it is flexible: It gives way before protest, just enough so that the protest loses its force and momentum. Then the system bounces back.

So, in order to hit the system where it hurts, you need to select issues on which the system will not back off, in which it will fight to the finish. For what you need is not compromise with the system but a life-and-death struggle.


5. It Is Useless To Attack The System In Terms Of Its Own Values.

It is absolutely essential to attack the system not in terms of its own technologically-oriented values, but in terms of values that are inconsistent with the values of the system. As long as you attack the system in terms of its own values, you do not hit the system where it hurts, and you allow the system to deflate protest by giving way, by backing off.

For example, if you attack the timber industry primarily on the basis that forests are needed to preserve water resources and recreational opportunities, then the system can give ground to defuse protest without compromising its own values: Water resources and recreation are fully consistent with the values of the system, and if the system backs off, if it restricts logging in the name of water resources and recreation, then it only makes a tactical retreat and does not suffer a strategic defeat for its code of values.

If you push victimization issues (such as racism, sexism, homophobia, or poverty) you are not challenging the system's values and you are not even forcing the system to back off or compromise. You are directly helping the system. All of the wisest proponents of the system recognize that racism, sexism, homophobia, and poverty are harmful to the system, and this is why
the system itself works to combat these and similar forms of victimization.

"Sweatshops," with their low pay and wretched working conditions, may bring profit to certain corporations, but wise proponents of the system know very well that the system as a whole functions better when workers are treated decently. In making an issue of sweatshops, you are helping the system, not weakening it.

Many radicals fall into the temptation of focusing on non-essential issues like racism, sexism and sweatshops because it is easy. They pick an issue on which the system can afford a compromise and on which they will get support from people like Ralph Nader, Winona La Duke, the labor unions, and all the other pink reformers. Perhaps the system, under pressure, will back off a bit, the activists will see some visible result from their efforts, and they will have the satisfying illusion that they have accomplished something. But in reality they have accomplished nothing at all toward eliminating the techno-industrial system.

The globalization issue is not completely irrelevant to the technology problem. The package of economic and political measures termed "globalization" does promote economic growth and, consequently, technological progress. Still, globalization is an issue of marginal importance and not a well-chosen target
of revolutionaries. The system can afford to give ground on the globalization issue. Without giving up globalization as such, the system can take steps to mitigate the negative environmental and economic consequences of globalization so as to defuse protest. At a pinch, the system could even afford
to give up globalization altogether. Growth and progress would still continue, only at a slightly lower rate. And when you fight globalization you are not attacking the systems fundamental values. Opposition to globalization is motivated in terms of securing decent wages for workers and protecting the environment, both of which are completely consistent with the values of the system. (The system, for its own survival, can't afford to let environmental degradation go too far.) Consequently, in fighting globalization you do not hit the system where it really hurts. Your efforts may promote reform, but they are useless for the purpose of overthrowing the techno-industrial system.


6. Radicals Must Attack The System At The Decisive Points.
To work effectively toward the elimination of the techno-industrial system, revolutionaries must attack the system at points at which it cannot afford to give ground. They must attack the vital organs of the system. Of course, when I use the word "attack," I am not referring to physical attack but only to legal forms
of protest and resistance.

Some examples of vital organs of the system are:

A. The electric-power industry. The system is utterly dependent on its electric-power grid.

B. The communications industry. Without rapid communications, as by telephone, radio, television, e-mail, and so forth, the system could not survive.

C. The computer industry. We all know that without computers the system would promptly collapse.

D. The propaganda industry. The propaganda industry includes the entertainment industry, the educational system, journalism, advertising, public relations, and much of politics and of the mental-health industry. The system can't function unless people are sufficiently docile and conforming and have the attitudes that the system needs them to have. It is the function of the propaganda industry to teach people that kind of thought and behavior.

E. The biotechnology industry. The system is not yet (as far as I know) physically dependent on advanced biotechnology. Nevertheless, the system cannot afford to give way on the biotechnology issue, which is a critically important issue for the system, as I will argue in a moment.

Again: When you attack these vital organs of the system, it is essential not to attack them in terms of the system's own values but in terms of values inconsistent with those of the system. For example, if you attack the electric-power industry on the basis that it pollutes the environment, the system can defuse protest by developing cleaner methods of generating electricity.
If worse came to worse, the system could even switch entirely to wind and solar power. This might do a great deal to reduce environmental damage, but it would not put an end to the techno-industrial system. Nor would it represent a defeat for the system's fundamental values. To accomplish anything against the system you have to attack all electric-power generation as a matter of principle, on the ground that dependence on electricity makes people dependent on the system. This is a ground incompatible with the system's values.


7. Biotechnology May Be The Best Target For Political Attack.

Probably the most promising target for political attack is the biotechnology industry. Though revolutions are generally carried out by minorities, it is very useful to have some degree of support, sympathy, or at least acquiescence from the general population. To get that kind of support or acquiescence is one of the goals of political action. If you concentrated your political attack on, for example, the electric-power industry, it would be extremely difficult to get any support outside of a radical minority, because most people resist change to their way of living, especially any change that inconveniences them. For this reason, few would be willing to give up electricity.

But people do not yet feel themselves dependent on advanced biotechnology
as they do on electricity. Eliminating biotechnology will not radically change their lives. On the contrary, it would be possible to show people that the continued development of biotechnology will transform their way of life and wipe out age-old human values. Thus, in challenging biotechnology, radicals should be able
to mobilize in their own favor the natural human resistance to change.

And biotechnology is an issue on which the system cannot afford to lose.
It is an issue on which the system will have to fight to the finish, which is exactly what we need. But - to repeat once more - it is essential to attack biotechnology not in terms of the system's own values but in terms of values inconsistent with those of the system. For example, if you attack biotechnology, primarily on the basis that it may damage the environment, or that genetically-modified foods may be harmful to health, then the system can and will cushion your attack by giving ground or compromising - for instance, by introducing increased supervision of genetic research and more rigorous testing and regulation of genetically-modified crops. People's anxiety will then subside and protest with wither.


8. All Biotechnology Must Be Attacked As A Matter Of Principle.

So, instead of protesting one or another negative consequence of biotechnology, you have to attack all modern biotechnology on principle, on grounds such as (a) that it is an insult to all living things; (b) that it puts too much power in the hands of the system; (c) that it will radically transform fundamental human values that have existed for thousands of years; and
similar grounds that are inconsistent with the values of the system.

In response to this kind of attack the system will have to stand and fight.
It cannot afford to cushion your attack by backing off to any great extent, because biotechnology is too central to the whole enterprise of technological progress, and because in backing off the system would not be making only a tactical retreat, but would be taking a major strategic defeat to its code of values. Those values would be undermined and the door would be opened to further political attacks that would hack away at the foundations of the system.

Now it's true that the U.S. House of Representatives recently voted to ban cloning of human beings, and at least some congressmen even gave the right kinds of reasons for doing so. The reasons I read about were framed in religious terms, but whatever you may think of the religious terms involved, these reasons were not technologically acceptable reasons. And that is what counts.

Thus, the congressmen's vote on human cloning was a genuine defeat for the system. But it was only a very, very small defeat, because of the narrow scope of the ban - only one tiny part of biotechnology was affected - and because for the near future cloning of human beings would be of little practical use to the system anyway. But the House of Representatives' action does suggest that this may be a point at which the system is vulnerable, and that a broader attack on all of biotechnology might inflict severe damage on the system and its values.


9. Radicals Are Not Yet Attacking Biotech Effectively.

Some radicals do attack the biotechnology, whether politically or physically, but as far as I know they explain their opposition to biotech in terms of the system's own values. That is, their main complaints are the risks of environmental damage and of harm to health.

And they are not hitting the biotech industry where it hurts. To use an analogy of physical combat once again, suppose you had to defend yourself against a giant octopus. You would not be able to fight back effectively by hacking at the tips of its tentacles. You have to strike at its head. From what I've read of their activities, radicals who work against biotechnology still do no more than hack
at the tips of the octopus's tentacles. They try to persuade ordinary farmers, individually, to refrain from planting genetically-engineered seed. But there are many thousands of farms in America, so that persuading farmers individually is an extremely inefficient way to combat genetic engineering. It would be much more effective to persuade research scientists engaged in biotechnological work, or executives of companies like Monsanto, to leave the biotech industry. Good research scientists are people who have special talents and extensive training, so they are difficult to replace. The same is true of top corporate executives. Persuading just a few of these people to get out of biotech would do more damage to the biotechnology industry than persuading a thousand farmers not to plant genetically-engineered seed.

It is open to argument whether I am right in thinking that biotechnology is the best issue on which to attack the system politically. But it is beyond argument that radicals today are wasting much of their energy on issues that have little or no relevance to the survival of the technological system. And even when they do address the right issues, radicals do not hit where it hurts. So instead of trotting off to the next world trade summit to have temper tantrums over globalization, radicals ought to put in some time thinking how to hit the system where it really hurts. By legal means, of course.

(Theodore Kaczynski retains copyright to this article.)

This article originally appeared in Green Anarchy #8 (Spring 2002).
Eugene, OR collective@greenanarchy.org

 

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Bibliografie
Graysmith, Robert, Unabomber : A Desire To Kill (Pocket Books, 2000)

DeLong, Candice, and Petrini, Elisa, Special Agent:
My Life on the Frontlines of The FBI (Headline Publishing, 2001)

Douglas, John, and Olshaker, Mark, The Anatomy of Motive
(Scribner, 1999)

Gelernter, David, Drawing Life: Surviving the Unabomber,
(Free Press,1997)

Mello, Michael, The United States of America vs Theodore John Kaczynski: Ethics, Power, and the Invention of The Unabomber
(Context Books,1999)

Michel, Lou, and Herbeck, Dan, American Terrorist: Timothy McVeigh and The Oklahoma City Bombing, (Harper Collins, 2001)

Alston Chase: Harvard & Unabomber, (Norton, London 2004)

Court TV
Time
CNN
BBC HARDtalk
FBI Website
Associated Press
Washington Post
New York Times
Newsweek
Unabomber: The True Story (TV Docudrama) with Dean Stockwell,
1996 Steve White Entertainment

 

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Vermischtes
Oakland Tribune April 6, 1996:
Montana book store owner:
"...[Kaczynski] often bought inexpensive, obscure books, including old textbooks, at her shop, Aunt Bonnies's Books, and "What he took out were very obscure stuff, stuff that people often don't bother with, stuff we would often toss.""
*
Items Authored by: Kaczynski, T. J.
Kaczynski, T.J. 1967. Boundary Functions [doctoral dissertation].
Ann Arbor: University of Michigan.

Kaczynski's 1967 80 page doctoral thesis on
"boundary functions" won "best thesis of year"
in the math department at U Michigan.

Kaczynski, T.J. 1964. Another proof of Wedderburn's theorem.
Am. Math. Month. 71:652-653.

Kaczynski, T.J. 1964. Distributivity and (-1)x = -x.
Am. Math. Month. 71:689.

Kaczynski, T.J. 1965. Distributivity and (-1)x = -x [with solution by
Bilyeau, R.G.]. Am. Math. Month. 72:677-678.

Kaczynski, T. J. The set of curvilinear convergence of a continuous function defined in the interior of a cube. Proc. Amer.
Math. Soc. 23 1969 323--327. (Reviewer: J. E. McMillan) 30.62

Kaczynski, T. J. Boundary functions and sets of curvilinear convergence for continuous functions. Trans. Amer. Math.
Soc. 141 1969 107--125. (Reviewer: J. E. McMillan) 30.62
Kaczynski, T. J. Boundary functions for bounded harmonic
functions. Trans. Amer. Math. Soc. 137 1969 203--209. (Reviewer: J. E.
McMillan) 30.62 (31.00)

Kaczynski, T. J. Note on a problem of Alan Sutcliffe.
Math. Mag. 41 1968 84--86. (Reviewer: B. M. Stewart) 10.05

Kaczynski, T. J. On a boundary property of continuous
functions. Michigan Math. J. 13 1966 313--320. (Reviewer: D. C. Rung) 30.62

Kaczynski, T. J. Boundary functions for function defined
in a disk. J. Math. Mech. 14 1965 589--612. (Reviewer: C. Tanaka)
30.62
*
Introduction to the Theory of Sets.
The six available questionnaires from the last year agreed that
KACZYNSKI'S lectures were useless and right from the book.
Three questionnaires from the Math 120A class last spring said he
showed no concern for the students. "He absolutely refuses to answer
questions by completely ignoring the students."
*
"Former department chair John Addison said "there was nothing
negative (about) his entire stay" at UC Berkeley....

"He said he was going to give up mathematics and wasn't sure what
he was going to do. ... We tried to persuade him to reconsider, but our presentation had no apparent effect."
*
Daily Californian_ April 5, 1996 (Berkeley, CA)
According to what I heard, Kaczynski was the only tenure-track professor ever to resign when he was still wanted by the department.

"Students and faculty in the UC Berkeley mathematics department said yesterday that they were concerned that the recent connection of a former UC Berkeley math professor to the Unabomber attacks could have a negative effect on the school's reputation."
*
From April 5, 1996, Daily Review (Hayward, CA)
Addison expressed his relief that another mathematician in the department had not turned out to be the Unabomber. When pressed, Addison admitted he had someone in mind and had even thought of contacting the FBI. He declined to comment further.
I hope we don't have any copycat mathematicians...
*
SYNCHRONICITY ALERT!
According to what I read in the media, the little one bedroom stucco cottage on Regent street (terminating at People's Park) where Kaczynski lived as a professor (1967-69) was more recently (1992) occupied by "Rosebud" Denovo, 20 year old militant, supposedly very intelligent (although not a student or professor), accused of possessing, although not detonating, fertilizer bombs, and most famous for breaking into the Chancellor's mansion at night, armed with a machette, where she met her death at the hands of the police while resisting arrest (some say) or because the cop who shot her was overly cautious because he had been shot in a previous unrelated arrest (some say).
*
FLASH!! My faith in the media is shattered. A different paper says Denovo lived in the main house, 2628, and Kaczynski lived in the cottage in the back, 2628-A. Also, that Denovo died in 1991, not 1992.
*
One newspaper said Kaczynski had a blue bicycle, one said red.
Yet another account says he had two.
*
His Montana cabin looks neat and meticulous; a newcaster calls it
delapidated.

I wish they would get it together. Have they been hanging around the
leri-l list too long?

What I want to know is did Kaczynski know Leary and Alpert at Harvard in 1962? (There's one I haven't heard on the news yet.)*

Vermischtes
Oakland Tribune April 6, 1996:
Montana book store owner:
"...[Kaczynski] often bought inexpensive, obscure books, including old textbooks, at her shop, Aunt Bonnies's Books, and "What he took out were very obscure stuff, stuff that people often don't bother with, stuff we would often toss.""
*
Items Authored by: Kaczynski, T. J.
Kaczynski, T.J. 1967. Boundary Functions [doctoral dissertation].
Ann Arbor: University of Michigan.

Kaczynski's 1967 80 page doctoral thesis on "boundary functions" won "best thesis of year" in the math department at U Michigan.

Kaczynski, T.J. 1964. Another proof of Wedderburn's theorem.
Am. Math. Month. 71:652-653.

Kaczynski, T.J. 1964. Distributivity and (-1)x = -x.
Am. Math. Month. 71:689.

Kaczynski, T.J. 1965. Distributivity and (-1)x = -x [with solution by
Bilyeau, R.G.]. Am. Math. Month. 72:677-678.

Kaczynski, T. J. The set of curvilinear convergence of a continuous function defined in the interior of a cube. Proc. Amer.
Math. Soc. 23 1969 323--327. (Reviewer: J. E. McMillan) 30.62

Kaczynski, T. J. Boundary functions and sets of curvilinear convergence for continuous functions. Trans. Amer. Math.
Soc. 141 1969 107--125. (Reviewer: J. E. McMillan) 30.62

Kaczynski, T. J. Boundary functions for bounded harmonic
functions. Trans. Amer. Math. Soc. 137 1969 203--209. (Reviewer: J. E.
McMillan) 30.62 (31.00)

Kaczynski, T. J. Note on a problem of Alan Sutcliffe.
Math. Mag. 41 1968 84--86. (Reviewer: B. M. Stewart) 10.05

Kaczynski, T. J. On a boundary property of continuous
functions. Michigan Math. J. 13 1966 313--320. (Reviewer: D. C. Rung) 30.62

Kaczynski, T. J. Boundary functions for function defined
in a disk. J. Math. Mech. 14 1965 589--612. (Reviewer: C. Tanaka)
30.62
*
Introduction to the Theory of Sets.
The six available questionnaires from the last year agreed that
KACZYNSKI'S lectures were useless and right from the book.
Three questionnaires from the Math 120A class last spring said he
showed no concern for the students. "He absolutely refuses to answer
questions by completely ignoring the students."
*
Former department chair John Addison said "there was nothing
negative (about) his entire stay" at UC Berkeley...“.
He said he was going to give up mathematics and wasn't sure what
he was going to do...“We tried to persuade him to reconsider, but our presentation had no apparent effect."
*
Daily Californian_ April 5, 1996 (Berkeley, CA)
According to what I heard, Kaczynski was the only tenure-track professor ever to resign when he was still wanted by the department.
Students and faculty in the UC Berkeley mathematics department said yesterday that they were concerned that the recent connection of a former UC Berkeley math professor to the Unabomber attacks could have a negative effect on the school's reputation.
*
From April 5, 1996, Daily Review (Hayward, CA)
Addison expressed his relief that another mathematician in the department had not turned out to be the Unabomber. When pressed, Addison admitted he had someone in mind and had even thought of contacting the FBI. He declined to comment further. I hope we don't have any copycat
mathematicians...
*
SYNCHRONICITY ALERT!
According to what I read in the media, the little one bedroom stucco cottage on Regent street (terminating at People's Park) where Kaczynski lived as a professor (1967-69) was more recently (1992) occupied by "Rosebud" Denovo, 20 year old militant, supposedly very intelligent (although not a student or professor), accused of possessing, although not detonating, fertilizer bombs, and most famous for breaking into the Chancellor's mansion at night, armed with a machette, where she met her death at the hands of the police while resisting arrest (some say) or because the cop who shot her was overly cautious because he had been shot in a previous unrelated arrest (some say).
*
FLASH!! My faith in the media is shattered. A different paper says Denovo lived in the main house, 2628, and Kaczynski lived in the cottage in the back, 2628-A. Also, that Denovo died in 1991, not 1992.
*
One newspaper said Kaczynski had a blue bicycle, one said red.
Yet another account says he had two.
*
His Montana cabin looks neat and meticulous; a newcaster calls it
delapidated.

I wish they would get it together. Have they been hanging around the
leri-l list too long?

What I want to know is did Kaczynski know Leary and Alpert at Harvard in 1962? (There's one I haven't heard on the news yet.)

 

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Eric Hoffer: The True Believer
In Ted K.´s cabin findet der FBI auch ein Exemplar des Buchs
„Eric Hoffer: The True Believer“.

Eric Hoffer (geb. 1902 in New York City, New York, USA, gest. 1983 in Kalifornien, USA). Sozialkritischer Philosoph.
Hoffer war ein echter Autodidakt. Er arbeitete als Holzfäller, landwirtschaftliche Hilfskraft und Hafenarbeiter, bevor er als Gastprofessor an die University of California in Berkeley berufen wurde.

Eric Hoffer war kein etablierter Akademiker, sondern gab seinen philosophischen und psychologischen Beobachtungen in zehn Büchern Ausdruck. Obwohl seine Arbeit außerhalb etablierter Organisationen entstanden, wurde er aufgrund seiner leicht verständlichen aber auch kontroversen Schriften bekannt.

Eric Hoffer schreibt über die Motivation von Menschen; er analysiert soziale Zwänge, denen der Einzelne nachgibt, und versucht zu verstehen, wieso Massenbewegungen eine Eigendynamik entwickeln, die der Einzelne alleine nicht mittragen würde. Zentral zu seinen Betrachtungen ist das Selbstwertgefühl des Einzelnen.

Seine im Erstlingswerk ('The True Believer') vertretene These, dass ein Mensch ohne Selbstwertgefühl die ihm fehlenden Werte und Anerkennung außerhalb, beispielsweise in der Anerkennung einer Gruppe suche, mag heute nicht mehr kontrovers erscheinen. Seine Vermutung, dass fanatische oder extreme Gruppierungen ihre Anhängerschaft hauptsächlich aus Menschen mit mangelndem Selbstwert rekrutierten, ist schon kontroverser.
Wenn er dann religiöse Gruppen mit in seine Überlegungen einbezieht,
wird klar, warum er teilweise auch heute noch umstritten ist.

Die folgenden Zitate stammen aus:
Eric Hoffer: The True Believer. Thoughts on the Nature of Mass Movements. Harper & Row, Perennial Library, New York, 1989 (Erstausgabe 1951).

Der Kapitalismus legt persönliche Schwächen bloß.
So sehr die Aktivisten verschiedener Glaubensrichtungen sich auch unterscheiden mögen, im Kern ihrer Persönlichkeit sind sie alle gleich.
Man findet bei ihnen eine narzißtische Grundhaltung, eine Selbstverliebtheit,
die sich im Wunsch äußert, sich selbst zu überhöhen. Es ist für Menschen mit diesem Charakterzug sehr schmerzhaft, im Leben Niederlagen erfahren zu müssen; festzustellen, daß sich die eigenen Ambitionen nicht verwirklichen lassen. Wer so eingestellt ist, wird interpersonelle Leistungsvergleiche scheuen, denn alles andere als der erste Platz im Wettstreit würde für den Narziß eine schmachvolle Minderung der Selbstachtung mit sich bringen. Aus diesem Grund hassen die Aktivisten aller Schattierungen den Kapitalismus, der auf ständigem und allumfassendem Wettbewerb beruht, in dem offenbar wird, daß ihr überhöhtes Bild von sich selbst nicht der Wirklichkeit entspricht.

"Die Freiheit der Wahl lädt die ganze Schande des Versagens auf die Schultern des Einzelnen. Und da die Freiheit eine Vielzahl von Versuchen ermöglicht, vervielfältigt sie unvermeidlicherweise Versagen und Frustration."

"Wenn man nicht das Talent hat, etwas aus sich selbst zu machen, dann ist die Freiheit eine ermüdende Last. Was nützt die Freiheit der Wahl, wenn man selbst unfähig ist?"

"Diejenigen, die am lautesten nach Freiheit rufen, sind oft auch jene, von denen es am wenigsten wahrscheinlich ist, daß sie in einer freien Gesellschaft glücklich wären. Die Enttäuschten, bedrückt durch ihre Unzulänglichkeiten, schieben die Schuld für ihr Versagen auf vorgefundene Schranken. Tatsächlich ist es ihr innerster Wunsch, dem 'frei sein für alle' ein Ende zu setzen. Sie möchten den freien Wettbewerb und das unbarmherzige auf die Probe stellen beseitigen, dem der Einzelne in einer freien Gesellschaft fortwährend unterworfen ist."

Nächstenliebe aus Selbsthaß
Es gelingt einer narzißtischen Persönlichkeit kaum jemals, der von ihr so gefürchteten Minderung der Selbstachtung zu entgehen. Wenn in der Kindheit oder spätestens in der Jugend immer wieder öffentlich festgestellt wird, daß die maßlosen Ambitionen des Narziß sich nicht erfüllen lassen, dann beginnt dieser an sich selbst zu verzweifeln. Er hat dann zwei Optionen: entweder akzeptiert er sich wie er ist; oder er scheut und verflucht jeden Wettbewerb, der nur seine Schwäche offenlegt, und sucht seine Selbstachtung in einer großen, heiligen Aufgabe, die auch den erhöht, der für sie eintritt. Es ist dann psychologisch unerheblich, ob man

- die Anbetung des einzigen und wahren Gottes, oder
- die Einführung einer klassenlosen Gesellschaft, oder
- die Eroberung von Lebensraum für die eigene Nation, oder
- die Errettung der Menschheit vor ihrem ökologisch bedingtem Untergang, - oder die Befreiung der Frauen von jahrtausendealter Unterdrückung durch die Männer, zu seiner heiligen Sache macht, in jedem Fall wächst man in eine übermenschliche Rolle hinein, die das reale Versagen des Einzelnen unbedeutend macht. Was zählt schon das Ausbleiben der erhofften Erfolge
in Schule und Beruf, wenn man gerade dabei ist, die Welt zu retten?

"Je weniger ein Mensch sich selbst schätzt, desto mehr ist er bereit, seine Nation, seine Religion, seine Rasse oder seine heilige Sache über alles zu schätzen."
"Die brennende Überzeugung, daß wir gegenüber anderen eine heilige Pflicht haben, ist oft das Festklammern unseres untergehenden Ichs an einem vorbeikommenden Floß. Was aussieht wie eine helfende Hand ist oft eine hilfesuchende Hand."

"Nimmt man uns unsere heiligen Aufgaben, dann bleibt unser Leben winzig
und bedeutungslos. Es gibt keinen Zweifel, daß wir durch den Übergang von einem selbstbezogenen zu einem selbstlosen Leben enorm an Selbstachtung gewinnen. Die Eitelkeit der Selbstlosen, sogar derer, die äußerste Bescheidenheit üben, ist grenzenlos."

"Ein Mensch wird sich wahrscheinlich dann um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, wenn diese es wert sind, daß man sich um sie kümmert. Wenn das nicht der Fall ist, dann wendet er sich von seinen bedeutungslosen Angelegenheiten ab und kümmert sich um die Tätigkeiten anderer Menschen. Das drückt sich aus in Geschwätz, Schnüffeln und Einmischen, und auch in einem fieberhaften Interesse an kommunalen, nationalen und völkischen Fragen. Indem wir vor uns selbst wegrennen, fallen wir entweder unserem Nachbarn
in den Arm oder fassen an seine Gurgel."

Der Glaube als Persönlichkeitsprothese
Der narzißtische Mensch kann seine Überhöhung durch eine heilige Sache nur dann vollziehen, wenn er sich weigert, die Realität zur Kenntnis zu nehmen.
Der Glaube an die eigene Mission muß fest und unerschütterlich sein. Keine Tatsache, keine logische Schlußfolgerung ist in der Lage, die Überzeugung des Rechtgläubigen zu widerlegen. Ein makelloses Bild von sich selbst ist nur möglich, wenn es auf einem Dogma gründet.

"Die Stärke des Glaubens äußert sich, wie Bergson gezeigt hat, nicht im Versetzen von Bergen, sondern darin, nicht zu sehen, daß Berge versetzt werden. Und es ist die Gewißheit einer unfehlbaren Lehre, die den Rechtgläubigen unzugänglich für die Ungewißheiten, Überraschungen und unerfreulichen Gegebenheiten der Welt um ihn herum macht. Daher sollte die Wirkungskraft eines Dogmas nicht nach der Tiefe, Erhabenheit oder Richtigkeit der Offenbarungen, die es umfaßt, beurteilt werden, sondern danach, wie weitgehend es das Individuum von seinem Selbst und der Welt, wie sie ist, abschirmt. Was Pascal von einer wirkungsvollen Religion sagte, gilt auch für
jede wirkungsvolle Lehre: sie muß 'in Gegensatz zur Natur, zum gesunden Menschenverstand und zur Freude' stehen."

"Das Gegenteil eines religiösen Fanatikers ist nicht der fanatische Atheist, sondern der sanfte Zyniker, der sich nicht darum kümmert, ob es einen Gott gibt oder nicht. Der Atheist ist eine religiöse Person. Er glaubt an den Atheismus,
als wäre es eine neue Religion."

"Massenbewegungen werden oft beschuldigt, ihre Anhänger mit der Hoffnung auf die Zukunft zu betäuben und dadurch um die Freude an der Gegenwart zu betrügen. Doch für die Enttäuschten ist die Gegenwart unrettbar verdorben. Bequemlichkeiten und Freuden können sie nicht erträglich machen. Keine wirkliche Zufriedenheit und kein echter Trost kann kann sich im Geist der Frustrierten einstellen, es sei denn durch Hoffnung."

"Jede etablierte Massenbewegung hat ihre Hoffnung auf die ferne Zukunft, ihre Art von Rauschgift, um die Ungeduld der Massen abzustumpfen und sie mit ihrer Stellung im Leben zu versöhnen. Der Stalinismus ist genauso ein Opium für das Volk, wie es die etablierten Religionen sind."

Der Glaube ist austauschbar
Der Aktivist befriedigt mit seinem politischen Engagement ein psychisches Bedürfnis, das er als sehr dringend empfindet. Unter welcher Fahne und für welche Ziele er kämpft, ist für ihn sekundär, wichtig ist ihm nur, seine Niederlagen im bürgerlichen Leben zu vergessen und sein Selbstwertgefühl durch die Zugehörigkeit zu einer heiligen Sache zu erhöhen, gleichgültig welche es ist. Die wahre Aufgabe der Massenbewegungen ist es, die emotionalen Bedürfnisse ihrer Anhänger zu befriedigen. Daher gleichen sich diese Organisationen nicht nur in ihren rigiden Organisationsstrukturen, sondern
auch im Heils- und Erlösungscharakter ihrer Auffassungen.
Ein Aktivist kann gleichzeitig verschiedenen Massenideologien anhängen,
wenn sie die gesuchten Merkmale haben.
"Da alle Massenbewegungen ihre Anhänger aus den gleichen Menschentypen rekrutieren und an die gleiche Geisteshaltung appellieren, folgt: (a) alle Massenbewegungen stehen miteinander im Wettbewerb, und der Zugewinn an Anhängern der einen ist der Verlust der anderen; (b) alle Massenbewegungen sind austauschbar. Eine Massenbewegung wandelt sich leicht in eine andere. Eine religiöse Bewegung kann sich in eine soziale Revolution oder eine nationalistische Bewegung entwickeln; eine soziale Revolution in einen kämpferischen Nationalismus oder eine religiöse Bewegung; eine nationalistische Bewegung in eine soziale Revolution oder eine religiöse Bewegung."

"Obwohl sie an entgegengesetzten Polen zu sein scheinen, drängen sich die Fanatiker aller Art an einem Ende. Es ist der Fanatiker und der Gemäßigte, die Pole auseinander liegen und sich niemals treffen. Die Fanatiker der verschiedenen Schattierungen beäugen sich mit Mißtrauen und sind bereit, sich auf des anderen Hals zu stürzen. Aber sie sind Nachbarn und fast eine Familie. Sie hassen sich mit dem Haß von Brüdern. ... Es ist leichter für einen fanatischen Kommunisten sich zum Faschismus, extremen Nationalismus oder Katholizismus zu bekehren, als ein nüchterner Sozialdemokrat zu werden."

"Eine aufstrebende Massenbewegung zieht an und bindet ihre Gefolgschaft nicht durch ihre Lehre und Versprechungen, sondern durch die Zuflucht, die sie anbietet, vor den Ängsten, der Unfruchtbarkeit und Bedeutungslosigkeit einer individuellen Existenz. Sie heilt die zutiefst Enttäuschten nicht, indem sie ihnen eine absolute Wahrheit übermittelt oder Abhilfe schafft für die Schwierigkeiten und Mißstände, die ihr Leben elend machten, sondern durch deren Befreiung
von ihrem fruchtlosen Selbst."

"Es ist nutzlos, die Lebensfähigkeit einer neuen Bewegung nach der Wahrheit ihrer Lehre und der Durchführbarkeit ihrer Versprechungen zu beurteilen.
Was beurteilt werden muß, ist ihre gemeinschaftliche Organisation zur schnellen und vollständigen Einbindung der Enttäuschten."
Ein Beispiel dafür, daß Massenbewegungen, bedingt durch die gleiche psychische Struktur ihrer Anhänger, sich im Kern ihrer Ideologie sehr ähnlich sind, liefert das frühe Christentum, das nicht nur eine religiöse, sondern auch eine sozialistische Bewegung war. Belege dafür gibt es im Neuen Testament viele, so z. B.:

Jesus sagt zu einem Mann, der ihn fragt, was er zusätzlich zur Befolgung der allgemeinen Gebote noch tun könne, um in den Himmel zu kommen: "Eins fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach! Er aber wurde traurig über das Wort und ging betrübt hinweg; denn er hatte viele Güter. Und Jesus blickte umher und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Begüterten in das Reich Gottes kommen! Die Jünger aber erstaunten über seine Worte. Da begann Jesus wiederum und sprach zu ihnen: Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr hindurchgeht, als daß ein Reicher in das Reich Gottes kommt." Mark. 10, 21-25.

Der von Karl Marx formulierte kommunistische Grundsatz: "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen" findet sich dem Sinn nach bereits im Neuen Testament:

"Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam; und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie unter alle, je nachdem einer es nötig hatte." Apg. 2, 44-45.

"Denn es war auch kein Bedürftiger unter ihnen; alle nämlich, welche Besitzer von Grundstücken oder Häusern waren, veräusserten [sie], brachten den Erlös des Verkauften und legten ihn den Aposteln zu Füssen, und man teilte jedem aus, je nachdem einer es nötig hatte." Apg. 4, 34-35.

Der folgende Abschnitt aus der Apostelgeschichte zeigt, daß die frühen Christen das Privateigentum verfemt hatten und zur Durchsetzung dieses Gebotes Psychoterror und möglicherweise auch physischen Terror anwandten:
"Ein Mann aber mit Namen Ananias samt seiner Frau Saphira veräusserte ein Gut und schaffte unter Mitwissen auch der Frau von dem Erlös [etwas] auf die Seite, brachte einen Teil und legte ihn den Aposteln zu Füssen. Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, den heiligen Geist zu belügen und von dem Erlös des Grundstücks [etwas] auf die Seite zu schaffen? Gehörte es nicht auch ferner dir, wenn es [unverkauft] blieb, und war es nach dem Verkauf nicht zu deiner Verfügung? Warum hast du in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht vor Menschen, sondern vor Gott gelogen.
Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er hin und verschied.
Und grosse Furcht kam über alle, die es hörten. Die jüngern Männer nun standen auf, legten ihn zurecht, trugen ihn hinaus und begruben ihn.
Es begab sich aber nach Verlauf von etwa drei Stunden, da trat seine Frau ein, ohne zu wissen, was geschehen war. Petrus nun redete sie an: Sage mir:
Habt ihr das Grundstück für so viel verkauft? Sie sagte: Ja, für so viel. Petrus aber [sprach] zu ihr: Warum seid ihr übereingekommen, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füsse derer, die deinen Mann begraben haben, sind an der Türe, und sie werden dich hinaustragen. Da fiel sie sofort zu seinen Füssen hin und verschied. Als nun die Jünglinge eintraten, fanden sie sie tot; und sie trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Manne. Und es kam grosse Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die davon hörten." Apg. 5, 1-15.

Zerstörung sozialer Bindungen
Die Sünde des ratsuchenden Mannes im obigen Bibelzitat besteht darin, sich nicht vollständig der heiligen Sache der Aktivisten unterworfen zu haben, sondern auf einen Rest von Selbstbestimmung und Privatheit zu bestehen. Damit hat er nicht nur dem Herrschaftsanspruch der Priester widersprochen, sondern vor allem etwas getan, was in den Augen der Selbstverächter völlig unverständlich ist: er weist die innere Erhöhung zurück, die die Zugehörigkeit zur auserwählten Gruppe verheißt.

"Es ist offensichtlich, daß eine Massenbewegung mit Bekehrungseifer alle bestehenden Gruppenbindungen niederreißen muß, wenn sie eine große Gefolgschaft gewinnen will. Der ideale potentielle Bekehrte ist ein alleinstehender Mensch, der keine Gemeinschaft hat, mit der er sich vermischen und in die er aufgehen kann, um so die Geringfügigkeit, Bedeutungslosigkeit und Schäbigkeit seiner individuellen Existenz zu maskieren. Wo eine Massenbewegung die gemeinschaftlichen Formen von Familie, Stamm, Land, usw., in einem Zustand des Verfalls und der Auflösung vorfindet, kommt sie herbei und fährt die Ernte ein. Wo sie die gemeinschaftlichen Formen in einem guten Zustand vorfindet, muß sie angreifen und zerreißen."

Wiederum liefert das Christentum den Beweis, daß eine echte Massenbewegung sich selbst über alles stellt, auch wenn das die Zerstörung der Familie bedeutet. Das Bekenntnis zur selbstgewählten heiligen Sache ist wichtiger als alles andere, einschließlich des Lebens von Familienangehörigen. Der Aktivist hat nur noch einen einzigen Seinsgrund: die Erhöhung der eigenen Person durch deren Identifikation mit einem höchsten Ziel. Das führt zu einer Entsozialisierung, einer Entfremdung von allem und allen außerhalb der eigenen Massenorganisation. Der Aktivist lebt nur noch durch und für seine Massenbewegung.

Jesus sagt: "Meinet nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, einen Menschen mit seinem Vater zu entzweien und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine Schwiegertochter mit ihrer Schwieger- rmutter und 'des Menschen Feinde werden die eignen Hausgenossen sein'.
Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert." Mat. 10, 34-37.

"Als er noch zur Volksmenge redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und verlangten, mit ihm zu reden. Er aber antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er streckte seine Hand über seine Jünger aus und sprach:
Siehe, das sind meine Mutter und meine Brüder!" Mat. 12, 46-49

"Ein andrer aber von den Jüngern sagte zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. Da sagte Jesus zu ihm: Folge mir nach und laß die Toten ihre Toten begraben!" Mat. 8, 21-22.

Jesus sagt: "Es wird aber ein Bruder den andern zum Tode überliefern und ein Vater das Kind, und Kinder werden wider die Eltern auftreten und sie zum Tode bringen." Mat. 10, 21.

Emotionale Affinität zu Kriminellen
Wer, wie die obigen Beispiele aus der Bibel zeigen, seine Ich-Bedürfnisse
höher stellt als seine Loyalität zur Familie und seine Bereitschaft zur Einhaltung des gesellschaftlichen Friedens, der hat eine Persönlichkeitsstruktur, die der von Gesetzesbrechern ähnelt. Die Aktivisten aller Massenbewegungen empfinden eine soziale Nähe zu Kriminellen, die sich in vielerlei Hinsicht äußert, wie die folgenden Beispiele zeigen:
- im Gulag der Sowjetunion wurden die Kriminellen besser behandelt als die politischen Gefangenen;
-in der Bibel ist mehr Freude über einen reuigen Sünder als über 99 Gerechte, die nicht gesündigt haben;
- in der Kunst findet man viele Beispiele von Sympathie für den Verbrecher,
so z. B. in The Beggar's Opera von John Gay, Die Räuber von Schiller oder
Der Korsar von Lord Byron, und eine stattliche Reihe von "edlen" Räubern, von Robin Hood bis zum Schinderhannes, wurde in der Trivialliteratur zu Idolen der Massen gemacht.
"Es scheint manchmal, daß Massenbewegungen maßgeschneidert sind, um sich den Bedürfnissen des Verbrechers anzupassen - nicht nur für die Läuterung seiner Seele sondern auch für die Ausübung seiner Neigungen und Talente.... Hier, wie anderswo, zielt die Technik einer Massenbewegung darauf ab, die Menschen mit einer Krankheit anzustecken und dann die Bewegung als Heilmittel anzubieten."

"Eine wirkungsvolle Massenbewegung pflegt die Vorstellung der Sünde. Sie stellt das autonome Selbst nicht nur als unfruchtbar und hilflos dar, sondern auch als nichtswürdig. Zu beichten und bereuen heißt, seine individuelle Verschiedenheit und Gesondertheit abzuwerfen, und Erlösung ist zu finden, indem man sich im heiligen Einssein der Gemeinde verliert."

"Es gibt in allen Massenbewegungen zärtliche Gefühle für den Verbrecher und ein glühendes Werben um ihn."

Fazit
"Im Leben des Neurotikers kommt der Lebenslüge eine doppelte Aufgabe zu.
Sie tröstet über den Mißerfolg und stellt kommende Erfolge in Aussicht.
In dem Falle des sozialen Mißerfolges, der uns hier allein angeht, liegt der Trost in dem Glauben, daß das Nichterreichen der angestrebten hohen Ziele nicht der eigenen Unzulänglichkeit, sondern der Mangelhaftigkeit der gesellschaftlichen Ordnung zuzuschreiben ist.
...Der Neurotiker klammert sich an seine Lebenslüge, und wenn er vor die Wahl gestellt wird, entweder ihr oder dem logischen Denken zu entsagen, zieht er es vor, die Logik zu opfern. Denn das Leben wäre ihm unerträglich ohne den Trost, den er in der sozialistischen Idee findet. Sie zeigt ihm, daß die Fehler, die seinen Mißerfolg verschuldet haben, nicht in seiner Person, sondern in dem Gang der Welt liegen, hebt damit sein gesunkenes Selbstbewußtsein und befreit ihn vom quälenden Minderwertigkeitsgefühl." Ludwig von Mises

"Wo es Freiheit gibt, ist die Gleichheit die Leidenschaft der Massen.
Wo es Gleichheit gibt, ist die Freiheit die Leidenschaft einer kleinen Minderheit. Gleichheit ohne Freiheit ergibt eine stabilere soziale Ordnung als Freiheit
ohne Gleichheit." Eric Hoffer

Bücher
The True Believer : Thoughts On The Nature Of Mass Movements, 1951
(dt. Der Fanatiker. Eine Pathologie des Parteigängers)
The Passionate State of Mind, 1955 (Aphorismen)
The Ordeal of Change, 1963 (dt. Die Angst vor dem Neuen)
The Temper of our Time, 1967
Working and Thinking on the Waterfront, 1969
Reflections on the Human Condition, 1973
In our Time, 1976
First Things, Last Things, 1979
Before the Sabbath, 1979
Truth Imagined, 1983

Zitat
Der Versuch, verbrecherische Taten zu rechtfertigen, hat möglicherweise schlimmere Folgen als die Tat selbst. Verbrechen der Vergangenheit zu rechtfertigen, bedeutet, den Samen für zukünftige Verbrechen zu legen. Tatsächlich ist die Wiederholung eines Verbrechens manchmal Teil der Rechtfertigung: wir begehen es wieder und wieder, um uns selbst und andere davon zu überzeugen, es sei normal und nicht abnorm.
(Eric Hoffer, The Passionate State of Mind. New York: Harper & Brothers, 1954.)

 

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Genie und Wahnsinn
Sonderbarerweise sagt Clifford Pickover in seinem 1988 erschienen Buch „Seltsame Gehirne und Genies. Die geheimen Leben exzentrischer Wissenschaftler und Wahnsinniger“, dass Ted Kaczynski antidepressives Trazodone (Markenname Desyrel Desynel) nahm.
Offenbar liegt keine Verschreibung vor; - er hatte es sich offenbar selbst verschrieben. Die Nebenwirkungen des Medikaments sind: „beruhigend, schmerzhafte Dauererektion, unregelmäßiger Herzschlag, Schläfrigkeit, Ermüdungseffekt, Trägheit, Retardation, Leichtsinnigkeit, Schwindel, …Wahnvorstellungen, Paranoia.“

Das Buch enthält ein Kapitel über Kaczynski, der einen IQ von 170 hatte.
Jedoch ist es nicht wesentlich informativer als das, was in den gegenwärtigen Web-Seiten ist. Der Autor Pickover hat anscheinend nicht viele Nachforschungen angestellt. – Z.B. Sachen wie: Was ist sonst noch auf der Buchliste, die 236 Bücher nennt und in der Hütte gefunden wurde?

*

DANKE FÜR DIE AUFKLÄRUNG TED
In einem Brief an die New York Times erklärt der Unabomber seine Position:
Er hat nichts gegen Professoren der Geisteswissenschaften, nur etwas gegen Wissenschaftler. „All die Universitätsleute die wir angriffen, waren Spezialisten in technischen Gebieten“ schreibt er. „Wir wollten nicht, dass irgendwer glaubt, wir hätten ein Interesse daran, Professoren weh zu tun, die Archäologie, Geschichte, Literatur oder ähnlich harmlose Sachen untersuchen.“
R.J.Lambrose berichtet, dass wegen des verdächtig „hochgestochenen Vokabulars“ des Unabombers und weil er Worte wie „Anomie“ benutzte, die Spürhunde des FBI die Abonnentenliste des Journals für Kritische Soziologie durchgenommen hätten.


*

Des Weiteren wird berichtet, dass der Berkeley-Publizist Jolly Roger Press
die Liste postalischer Bestellungen ihrer Ausgabe der „Industriellen Gesellschaft...“ übergeben musste. Eine Anforderung, die zu solch einer Belastung wurde, dass sie sich dazu entschlossen, nur noch mit dem Vertrieb zu arbeiten.
Einige Bücher, die die Themen der technologischen Entwicklung
debattieren, enthalten Referenzen, Ausschnitte und ganze Arbeiten, die viel prägnanter sind als „Industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft".

Ich fing an, mich für L.Spague de Camp zu interessieren. Also nahm ich ein Buch von ihm durch („The Fringe of The Unknown“ (Die Randzonen des Unbekannten) von L.Sprague de Camp, Prometheus Books, 1983, eine Sammlung von Aufsätzen über Ägyptologie, altertümliche Kulturen; ausgestorbene Dinosaurier, Mastodonten; Wissenschaftler, Exzentriker und Pseudowissenschaftler.
Einige wesentliche Zitate:

„Selbst ein ‚reiner‘ Wissenschaftler, der soweit als möglich von administrativen und Routine-Aufgaben befreit ist, wird etwas über Administration lernen müssen um seine Assistenten zu führen.
Es stimmt: einige sehr spezielle Wissenschaftler, wie Mathematiker, arbeiten ohne Assistenten – ja sogar ohne alle Ausrüstung, abgesehen von einem Stift und Papier und etwas Verweisliteratur..."– auf Seite 129, markiert mit blauem Stift durch einen Leser, im Exemplar der Berkeley Public Library.
„Ein Muster erscheint sehr oft unter Wissenschaftlern: Der scheue,
zurückgezogenen Mann, der entweder zu sehr in seine Ideen vertieft ist,
sozial zu schüchtern oder zu lau in seinen sexuellen Trieben ist, als dass er
sich entschließen könnte, irgendeinem sexuellen Abenteuer bis zum Erfolg nachzujagen. Er heiratet niemals, sondern verbringt sein Leben beinahe
oder vollständig in Keuschheit. Robert Boyle, Isaac Newton, J.Willard Gibbs
und Samuel Pierpont Langley scheinen Vertreter dieses Typs
gewesen zu sein.“ –

 

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TJK an Lutz Dammbeck

In Ihrem Brief vom (-), auf Seite 4, schreiben Sie, daß ich unter „harten Bedingungen und mit dieser Natur“ gelebt hätte. Und Sie fahren also fort:
“Es ist mir unvorstellbar, wie Sie z.B. mit diesen Schwierigkeiten in einem harten, schneereichen Winter umgegangen sind. Wie es Ihnen als einem Wissenschaftler und Intellektuellen unter solchen harten Bedingungen möglich war, intellektuell zu arbeiten und sich die ungebrochene geistige Kraft und den Humor zu bewahren, der aus Ihren Briefen spricht.“
Dies muß ich beantworten. Erst muß ich jedoch darauf hinweisen, daß ich Ihnen wiederholt mitgeteilt habe, daß ich kein Wissenschaftler sei.
Ich bin auch kein Intellektueller, wenn ein Intellektueller ein Mensch ist, der die intellektuellen Betätigungen (z.B., Studieren, Denken, schreiben, Kunst, usw.) hoch schätzt und sein Leben mit solchen Betätigungen verbringt. Mir sind die intellektuellen Betätigungen nur ein Mittel oder eine bloße Belustigung, und ich würde sie lieber entbehren. Aber leider ist das Studieren und das Denken notwendig als Mittel, um gewisse Zwecke zu verfolgen; und wenn auch sie nicht notwendig als Mittel wären, dennoch würde ich etwas brauchen, womit ich
mich in diesem Gefängnis beschäftigen kann.

Aber jetzt befasse ich mich mit Ihrer Bemerkung über die „harten Bedingungen“, unter denen ich gelebt habe. Solche Bedingungen sind garnicht hart, vorausgesetzt, daß man daran gewohnt und angepasst ist.
Stellen Sie sich eine zukünftige Gesellschaft vor, in der alle Leute von Geburt an in motorisierten Rollstühlen aufwüchsen, so daß ihre Beine äußerst schwach wären und sie kaum zu Fuß gehen könnten. Diese Leute würden auf das Zwanzigste Jahrhundert zurückblicken und denken:
„Was für Schwierigkeiten mußten die Menschen jenes Jahrhunderts ertragen! Wenn sie von der Küche zum Badezimmer gehen wollten, mußten sie zu Fuß gehen! Wenn sie in das Auto einsteigen wollten, mußten sie erst mindestens fünf oder sechs Meter zu Fuß gehen! Wie konnten sie so harte Bedingungen aushalten?“

Natürlich würden uns solche Leute leid tun; wir würden sie für unglückliche Krüppel halten. Aber wir selbst gleichen in gewissem Maße solchen Krüppeln. Unser „Rollstuhl“ ist die moderne Zivilisation, in der wir so verwöhnt aufwachsen, daß wir schwach werden, und die Bedingungen, unter denen
die Urmenschen bequem lebten, uns hart scheinen.

Die harten Bedingungen, die uns bedrücken, sind meistens psychologisch;
sie sind besonders die Sorgen, der Stress. Ich glaube, daß die Urmenschen gewöhnlich wenig an Stress oder Sorgen gelitten hätten, wenn auch sie unter Gefahren lebten. Es ist schwer, das schlüssig zu beweisen, denn man hat (soviel ich weiß) wenige objektive Untersuchungen dieser Frage unter den Urmenschen, die in das moderne Zeitalter überlebten, vorgenommen.
Und jetzt ist es zu spät, weil es keine Urmenschen mehr gibt, deren Kultur durch den Eingriff der modernen Zivilisation nicht schwer verletzt ist. Aber ich erinnere mich daran, von einer Untersuchung irgendwo gelesen zu haben, die zu dem Schluß gekommen war, daß die Buschmänner von Südafrika außerordentlich wenig an Stress litten.

In seinem Buch; Life in the Rocky Mountains, erzählte Warren Angus Ferris,
der während eines Teils des Jahrzehnts 1840-1850 unter den Indianern gewohnt hatte, daß man manchmal einen Indianer beobachten könne, der seine Pfeife rauchend und sehr ernst und nachdenklich aussehend vor seiner Hütte hin und her gehe. Aber wenn man diesen Indianer fragte, „Woran denken Sie?“, antwortete er „An nichts.“
In einem seiner Bücher erzählte Will Durant, daß der Arktisforschungsreisende Peary einst einen Eskimo gefragt habe:
„Woran denken Sie?“ Der Eskimo habe geantwortet:“Ich habe reichlich Fleisch. Ich habe es nicht nötig, zu denken.“

Wir sind vielleicht geneigt, über solche Anekdoten zu lächeln, aber sie beweisen, daß jene Leute nicht durch Sorgen geplagt waren.
Der Forscher Paul Schebesta schrieb 1938 über die Pygmäen des afrikanischen Urwalds, daß diese Menschenrasse „eine ungewöhnlich derbe Natürlichkeit und Lebensfrische, eine Heiterkeit und Sorglosigkeit ohnesgleichen“ auszeichne. (Paul Schebesta, Die Bambuti - Pygmäen vom Ituri, I. Band, Institut Roal Colonial Belge, Brüssel, 1938. Seite 205.)
Gontran de Poncins, der ungefähr 1938 oder 1940 unter gewissen Eskimos wohnte, schrieb: “I...sat here clad in the skins and furs of animals in a shelter built of snow, in a land and a season where a temperature of forty degrees below zero was the normal thing - and I was relaxed, content, happy.
I was at peace with myself; and surely of all things in the world the rarest is
a civilized man at peace with himself.“ (Gonran de Poncins, Kabloona, Time-Life Books, Alexandria, Virginia, 1980. Seite XXVI.)

„(The Eskimo) had proved himself stronger than the storm.
Like the ailor at sea, he had met it tranguilly, it had left him unmoved.
...In mid-tempest this peasant of the Arctic, by his total impassivity, had lent me a little of his serenity of soul.“ (a.a.O. Seiten 212 - 213.)

„(T) ime meant nothing to them; their minds were at rest, and they sleep of the unworried.“ (a.a.O. Seite 273.)

„Of course he would not worry. He was an Eskimo.“ (a.a.O. Seite 292.)

Der Historiker James Axtell behandelt die Gründe, warum viele Weiße vor zwei oder drei Jahrhunderten vorzogen, unter den Indianern zu wohnen, aber nicht umgekehrt. Er schreibt:
„Indian life was atractive (because it offered, among other perfect freedom, the ease of living, (land) the absence of those cares and corrading solicitudes which so often prevail with us.“ (James Axtell, The Invasion Within: The Contest of Cultures in Colonial North America, Oxford University Press, 1985.
Seiten 326 - 27.)

Natürlich gibt es Ausnahmen: Die Ainu litten oft an Angstzuständen. Aber die Ursache davon war keine „harten Bedingungen“ sondern ihr Aberglauben. (Carleton S.Coon, The Hunting Peoples, Little, Brown and Company, Boston, Toronto, 1971. Seite 372.)
Also sind die primitiven Lebensbedingungen, die Sie „hart“ nennen, in Wirklich- keit garnicht hart. Im Gegenteil, sind sie körperlich nicht hart und geistig und psychologisch sehr bequem, wenn man an solche Lebensweise gewohnt ist. Und weil es sehr wenig Stress und Sorgen gibt, bietet solche Lebensweise ideale Bedingungen für das Denken......(gekürzt).

 

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In der Hütte gefunden:
„21.Juni 1993 – „Litha“ – Ausgabe des Earth First!
Ein Journal, das irrtümlicherweise behauptete, dass Burson-Marsteller,
die Public-Relations-Firma für die Thomas Mosser (Attentatsopfer des Unabombers) arbeitete, Hilfestellung leistete, um das angekratzte Image
des Erdölkonzerns Exxon nach der Exxon Valdez Ölkatastrophe wieder aufzupolieren.